Umstritten

Versicherungen wehren sich gegen Kritik an Riester-Rente

Die Versicherungsunternehmen beharren darauf, dass sich die Riester-Rente für die meisten Bürger doch lohnen würde. Eine Untersuchung, die genau das bezweifelt, hätte die Lebenserwartung der Bundesbürger durchgehend zu niedrig eingestuft. Die Kritik, so der Verband der Versicherer, sei politisch motiviert.

07.12.2011, 11:04 Uhr
Versicherung© Kautz15 / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Die Versicherungsbranche wehrt sich damit gegen die Vorwürfe von Wirtschaftsforschern, die den tatsächlichen Wert der Riester Rente für die meisten Bürger bezweifeln. Für die allermeisten Bundesbürger sei sie eine sichere Vorsorge, die sich schon nach wenigen Rentenjahren auszahle, erklärte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag in Berlin.

Forscher: Riestern für die Altersvorsorge lohnt sich nicht

Vor zwei Wochen hatten das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung eine Untersuchung publik gemacht, wonach sich die Riester-Rente für die meisten Versicherten wegen ihrer geringen Rendite nicht lohnt. Die Zusatzrente habe sich zuungunsten der Verbraucher entwickelt und müsse dringend reformiert werden. Die GDV hält dagegen, das die Kritiker schlicht mit einer zu niedrigen Lebenserwartung kalkuliert und oft nur die Garantieverzinsung der Verträge berücksichtigt hätten.

Verband verbürgt sich auch weiterhin für die private Rente

Nicht einbezogen worden seien aber die zusätzlichen Überschüsse, die die Versicherungen durch geschickte Geldanlage erzielten hätten. Die Kritik des DIW bezieht sich aber auch auf eine zu hohe Ausschüttung an Versicherungsunternehmen. Zum einen könnten Versicherungen seit 2008 einen größeren Teil des Geldes behalten, den sie wegen eines relativ frühen Todes eines Versicherten nicht auszahlen müssen, kritisierten die Forscher. Zum anderen sei der Anteil des Geldes, der zu Rentenbeginn für den Fall eines besonders langen Lebens des Versicherten zurückgelegt werden müsse, in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Der GDV wies die Kritik als politsch motiviert zurück.

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