Unfallschutz

Gesetzliche Unfallversicherung zahlt nicht bei Umwegen

Macht man auf dem Weg zur Arbeit einen kleinen Umweg und es kommt auf diesem zum Unfall, zahlt die gesetzliche Unfallversicherung oft nicht. Als Umweg kann von der Versicherung schon das Anschauen einer Schaufenster-Auslage gewertet werden, wenn dabei der direkte Weg zur Arbeit verlassen wird.

23.09.2011, 11:20 Uhr
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Stuttgart (dapd/red) - Wenn Arbeitnehmer auf dem Nachhauseweg einen Umweg machen, um sich die Auslage eines Schaufensters anzuschauen, verlieren sie den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das entschied das Sozialgericht Stuttgart.

Interessante Schaufensterauslage führte zu Sturz

In dem Fall war ein Mann auf dem Nachhauseweg auf das Schaufenster eines Reisebüros aufmerksam geworden. Als er sich die Auslagen näher anschauen wollte, stürzte er und brach sich den Knöchel. Die Berufsgenossenschaft wollte das Missgeschick nicht als Wegeunfall anerkennen.

Versicherung weigerte sich zu zahlen

Damit es sich um einen Berufsunfall handelt, müsse der Unfall in einem inneren ursächlichen Zusammenhang mit der versicherten Tätigkeit stehen, entschieden die Richter. Wird der Weg dagegen unterbrochen, um etwas Privates zu erledigen, entfällt der Versicherungsschutz.

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