Dresdner Bank mit Geschäftsjahr 2000 zufrieden

Euro© Erwin Wodicka / Fotolia.com
Die Dresdner Bank AG hat ein ereignisreiches und bewegtes Geschäftsjahr 2000 recht erfolgreich abgeschlossen. Der Jahresüberschuss konnte gegenüber 1999 um 677 Mill. Euro oder 64,3% auf 1,73 Mrd. Euro gesteigert werden. Jedoch ist diese Entwicklung maßgeblich von günstigen Steuereinflüssen geprägt. Das Ergebnis vor Steuern ist im Jahresvergleich um 24,3% auf 1,61 Mrd. Euro abgeschmolzen.

Strategisch hat sich die Dresdner Bank im Jahr 2000 noch stärker auf den Kapitalmarkt und mit ihm verbundene Produkte ausgerichtet. Das zeigt sich vor allem in dem Anstieg des Provisionsüberschusses auf 4,29 (i.V. 3,44) Mrd. Euro. Dieser Posten hat damit das Niveau des Zinsüberschusses vor Risikovorsorge erreicht, betonte der mit dieser Entwicklung zufriedene Vorstandssprecher, Prof. Dr. Bernd Fahrholz, anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4,31 (4,01) Mrd. Euro gesteigert. Nach Risikovorsorge weist der Konzern einen Zinsüberschuss von 2,73 (2,72) Mrd. Euro aus. Belastend wirkte sich hierin die erhöhte Vorsorge bei der Hypothekentochter Deutsche Hyp aus. Insbesondere zur Sicherung von Risiken, die in Kreditengagements in den neuen Bundesländern liegen, musste die Dresdner Bank weitere 500 Mill. Euro zurückstellen, so Fahrholz.

Zusätzliche Sonderbelastungen in Höhe von 550 Mill. Euro resultieren aus der im Frühjahr 2000 geplanten und dann geplatzten Fusion mit der Deutschen Bank. Außerdem mussten rund 475 Mill. Euro als Restrukturierungsaufwand für die Schließungen von etwa 300 Geschäftsstellen im Inland und weiteren Streichungen im Ausland verbucht werden. Diese gesamten Sonderbelastungen von rund 1,5 Mrd. Euro wurden allerdings durch Sondererträge in nahezu derselben Höhe wieder ausgeglichen, die aus dem Verkauf von 2,45% der Anteile an der Münchener Rück resultierten. Die Aktien seien über die Börse an den jeweiligen Tagen "dicht am Höchstkurs" verkauft worden, teilte Fahrholz nicht ohne Stolz mit. Dementsprechend deutlich verbesserten sich die sonstigen Erträge auf 2,48 Mrd. Euro, nach 1,62 Mrd. Euro in 1999. Das Handelsergebnis wurde um 55 Mill. Euro auf 1,33 Mrd. Euro gesteigert.

Die Verwaltungsaufwand bezifferte Fahrholz für 2000 auf 7,65 Mrd. Euro im Vergleich zu 6,53 Mrd. Euro im Vorjahr. Die sonstigen Aufwendungen nahmen um 140 Mill. Euro auf 536 Mill. Euro zu. Die Bilanzsumme des Dresdner Bank Konzerns stieg auf 483,5 Mrd. Euro nach 396,8 Mrd. Euro. Im Jahresdurchschnitt wurden weltweit 47.970 Mitarbeiter beschäftigt, 1655 mehr als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Vorstand und Aufsichtsrat werden der am 11. Mai 2001 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividende von 0,90 Euro (i.V. 0,85+0,05 Euro) vorschlagen. - gra

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