Welche Bedeutung hat die Beitragsbemessungsgrenze?

Die Beitragsbemessungsgrenze ist ein relevanter Wert für die Berechnung der Beiträge, die für die Sozialversicherung fällig werden. Für die unterschiedlichen Zweige gibt es unterschiedliche Grenzen. Der Bruttolohn stellt der die Basis zur Beitragsberechnung dar.

Geld sparen© Fantasista / Fotolia.com

Das Arbeitseinkommen des Versicherten ist maßgeblich für die Höhe der Sozialversicherungsbeiträge - diese werden aus dem Einkommen entrichtet. Die verschiedenen Zweige der Sozialversicherungen haben feste Grenzen, die als Beitragsbemessungsgrenzen bezeichnet werden. Die Beitragsbemessungsgrenze ist vor allem bei einem sehr hohen Einkommen relevant, denn wenn dieses die Beitragsbemessungsgrenze übersteigt, so werden Beiträge zur Sozialversicherung nur bis zu dieser Grenze fällig. Das Einkommen, das darüber hinaus bezogen wird, ist beitragsfrei gestellt.

Wo liegt die Beitragsbemessungsgrenze?

Die einzelnen Zweige der Sozialversicherung legen in jedem Jahr neu fest, wie hoch die Beitragsbemessungsgrenze angesetzt wird. Maßgeblich dafür ist die Steigerungsrate, der die Bruttoentgelte unterliegen. Folgende Grenzen gelten für das Jahr 2014:

  • Renten- und Arbeitslosenversicherung: 71.400 Euro/West und 60.000 Euro/Ost
  • knappschaftliche Rentenversicherung: 87.600 Euro/West und 73.800 Euro/Ost
  • Kranken- und Pflegeversicherung: 48.600 Euro/bundeseinheitlich

Grenzen sollen steigen

Für das Jahr 2015 sind Anhebungen der Beitragsbemessungsgrenzen angedacht. Bundeseinheitlich soll die Grenze für die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung auf 49.500 Euro steigen. Die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung wird auf 72.600 Euro/West steigen. Für die ostdeutschen Bundesländer wird von einer Beitragsbemessungsgrenze von 62.400 Euro pro Jahr ausgegangen. Eine Unterscheidung in Grenzen für den Osten und den Westen Deutschlands ist auch in Zukunft nicht angedacht.

Die Beiträge zur Sozialversicherung belasten als Lohnnebenkosten auch die Kassen der Arbeitgeber. Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze wirkt sich ebenfalls auf die Lohnnebenkosten aus.