Versicherungen-News 18.10.2010
Landesbank Sachsen
Zeitung: Schwaben klagen Landesbank-Millionen ein
Um die Altlasten der früheren Landesbank Sachsen ist ein Streit entbrannt: Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat am Landgericht Frankfurt am Main eine Millionenklage gegen den Freistaat eingereicht.
Dresden (dapd-lsc/red) - Einen entsprechenden Bericht der in Dresden erscheinenden "Sächsischen Zeitung" bestätigte am Freitag der Sprecher des sächsischen Finanzministeriums, Stephan Gößl. "Es ist korrekt, dass es eine Klage gibt", sagte er auf Anfrage. Zu Details wollte sich der Sprecher nicht äußern.
Kernpunkt des Streits ist dem Zeitungsbericht zufolge die Fälligkeit von Teilzahlungen der Garantiesumme des Freistaats von maximal 2,75 Milliarden Euro für Fehlspekulationen der einstigen Landesbank-Tochter Sachsen LB Europe. Das Unternehmen hatte sich mit bis zu 26 Milliarden Euro am US-Immobilienmarkt verspekuliert und war damit an den Rand der Pleite gerutscht. Die Landesbank Sachsen konnte 2007 nur durch einen Notverkauf an die LBBW gerettet werden. An den Verkauf gekoppelt war jedoch die Landesbürgschaft in Höhe von 2,75 Milliarden Euro.
Die LBBW drängt nun laut "Sächsischer Zeitung" auf einen schnelleren und höheren Geldfluss aus Sachsen. Darum habe die Bank bereits im Februar Klage beim Landgericht Frankfurt am Main eingereicht (Az. 2-120 153/10). Die Forderung belaufe sich auf acht Millionen Euro. Doch werde in Sachsen befürchtet, dass die Klage nur ein erster Vorstoß sei. Die Baden-Württemberger könnten austesten, ob sie auch in anderen Fällen eine vorzeitige Zahlung aus dem sächsischen Garantiefonds erhalten könnten.
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