Versicherungen-News 15.03.2011

Munich Re

Versicherungen bei Atomunfällen in Japan außen vor

Die weltgrößte Rückversicherung Munich Re erwartet, dass die "schweren Unfälle in den japanischen Atomkraftwerken die private Versicherungswirtschaft nicht signifikant betreffen werden". In Japan sei vor allem der Staat für Schäden in Reaktoren und für Haftpflichtschäden in der Umgebung zuständig.

München (dapd/red) - Für zusätzliche Deckung hätten die Kraftwerksbetreiber Pools gebildet. Allerdings würden Leistungen bei Erdbebenschäden darin ausgeschlossen. Die Kosten der Katastrophe in Japan ließen sich bislang noch nicht einmal annähernd beziffern, teilte die Munich Re am Montag in München mit.

"Angesichts der unklaren und sich fortwährend verändernden Situation ist es für eine Abschätzung der volkswirtschaftlichen und der versicherten Schäden noch viel zu früh." Klar sei aber, "dass bei Erdbebendeckungen im japanischen Privatkundengeschäft nur ein sehr kleiner Teil des Risikos ins Ausland transferiert wird". Wohngebäude seien überwiegend von japanischen Versicherern und dem Staat in einem Pool versichert, der nicht auf ausländische Rückversicherer zurückgreife.

Der Aktienkurs der Munich Re fiel am Montag bis zum frühen Nachmittag um weitere 3,85 Prozent. Vorstandschef Nikolaus von Bomhard sagte: "Munich Re unterhält seit 1912 Geschäftsbeziehungen mit japanischen Versicherungsgesellschaften. Wir fühlen uns unseren japanischen Kunden und dem Land insgesamt sehr verbunden und werden unseren Beitrag zur Schadenbewältigung leisten."

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