Versicherungen-News 27.08.2010
Risikolebensversicherung
Tipps zum finanziellen Schutz für Angehörige
Mit einer Risikolebensversicherung lassen sich Familie, Partner oder Kinder finanziell absichern. Dabei gibt es einiges zu bedenken: Laufzeit des Vertrages, Versicherungssumme und Zusatzoptionen. Wer Erkankungen verschweigt, läuft Gefahr, aus der Versicherung zu fliegen.
Elsmhorn (ddp/red) - Schließt man eine Risikolebensversicherung ab, sollte man sich über die Laufzeit Gedanken machen. Die Kosten steigen, je länger der Vertrag läuft. Angehörige und Lebenspartner sollten aber solange geschützt sein, wie sie finanziell nicht auf den eigenen Beinen stehen. Kinder sollten ihre Ausbildung beendet haben, ein Anhaltspunkt kann das 55. oder 60. Lebensjahr des Versicherten sein.
Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
Untere Grenze sollte eine Versicherungssumme sein, die mindestens das dreifache Jahres-Nettogehalt absichert. Besser ist es hingegen, das fünffache Jahres-Nettogehalt abzusichern, damit im Ernstfall das Geld auch reicht, um den Ausfall eines Hauptverdieners abzusichern. Auch der Partner, der sich um die Kindererziehung kümmert, sollte eine Risikolebensversicherung abschließen. Denn kommt der ums Leben, müssen die Kinder versorgt werden und der Hauptverdiener gleichzeitig weiter seinem Job nachgehen können.
Welche Leistungen bieten die Versicherer?
Die Leistungen der Versicherer sind sich ziemlich ähnlich, weshalb man auf Details wie eine Nachversicherungsgarantie achten sollte. Damit kann man die Versicherungssumme während der Laufzeit des Vertrages aufstocken, wenn persönliche Umstände sich ändern. Im Angebot einiger Versicherer gibt es mittlerweile auch Verlängerungsoptionen. Eine weitere Option ist die vorgezogene Todesfallleistung. Damit wird dem Versicherten die Möglichkeit gegeben, bei einer schweren Krankheit die Versicherungssumme noch zu Lebzeiten zu erhalten, wenn davon auszugehen ist, dass er binnen zwölf Monaten sterben wird.
Vorsicht vor dem Verschweigen von Erkrankungen
Man sollte Fragen nach dem Gesundheitszustand unbedingt wahrheitsgemäß beantworten und Vorerkrankungen nicht verschweigen. Die Folgen können gravierend sein. Denn Falschangaben geben den Versicherern das Recht zur Kündigung. Wer einmal so aus der Versicherung geflogen ist, wird es schwer haben, einen neuen Vertrag zu bekommen.
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