Versicherungen-News 18.03.2010
Häuser und Autos
Sturmtief "Xynthia" kostet Versicherer eine halbe Milliarde Euro
Das Sturmtief "Xynthia" von Ende Februar wird die deutschen Versicherer voraussichtlich rund eine halbe Milliarde Euro kosten. Xynthia habe demnach rund eine halbe Million Gebäude und 40.000 Fahrzeuge beschädigt.
Berlin (ddp/red) - Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, sind die Schäden im Bundesgebiet damit jedoch deutlich geringer als beim Orkantief "Kyrill" vom Januar 2007 oder beim Sturmtief "Lothar" vom Dezember 1999. Damals hätten die Versicherer Schäden von mehr als 2 Milliarden Euro beziehungsweise 850 Millionen Euro begleichen müssen.
Das Sturmtief "Xynthia", das Ende Februar mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 166 Kilometern pro Stunde über Deutschland hinwegfegte, habe in den betroffenen Regionen rund eine halbe Million Gebäude und 40.000 Fahrzeuge beschädigt, teilte der GDV weiter mit. Allein die Kraftfahrtversicherer rechneten derzeit mit einem zusätzlichen Aufwand durch "Xynthia" von 50 bis 60 Millionen Euro infolge von Schäden durch umfallende Bäume und herumfliegende Fassadenteile von Gebäuden.
Winter war für KFZ-Versicherung teuer
Die Auswirkungen des kalten Winters hinzugerechnet erwarten die Kraftfahrtversicherer den Angaben zufolge für die Monate Dezember 2009 bis Februar 2010 rund 55.000 Personen- und Blechschäden mehr als im Vorjahreszeitraum. Da es sich nicht nur um Bagatellschäden handele, werde in der Kraftfahrthaftpflicht-Versicherung ein zusätzlicher Schadenaufwand von 200 Millionen Euro erwartet. Für die Vollkaskoversicherung sei mit zusätzlichen Schäden von rund 30 Millionen Euro zu rechnen.
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