Versicherungen-News 08.04.2011

Vorsicht angebracht

Private Krankenversicherung: Billigtarife mit teuren Folgen

Stiftung Warentest warnt vor Billigtarifen der Privaten Krankenversicherungen. Oft hat die private Krankenversicherung in diesem Fall Lücken, die dem Versicherten im Krankheitsfall teuer zu stehen kommen können.

Berlin (dapd/red) - Private Krankenversicherungen locken Wechselwillige mit günstigen Tarifen in die private Absicherung. Die Stiftung Warentest weist jedoch darauf hin, dass diese Billigtarife erhebliche Leistungslücken aufweisen. Arzthonorare werden beispielsweise nur bis zu einem niedrigen Gebührensatz erstattet. Berechnet der Arzt mehr, zahlt der Patient drauf. Für die Zähne gibt es niedrige jährliche Obergrenzen, eine Psychotherapie ist oft nicht drin, oder Heilmittel wie Krankengymnastik werden nicht übernommen.

Keine Nachversicherung bei Krankheit möglich

Die Verbraucherschützer raten deshalb davon ab, in einen solchen Spartarif zu wechseln. Denn wer nur auf den Beitrag achtet, läuft Gefahr, im Krankheitsfall kräftig draufzuzahlen. Alle Leistungen, die die Versicherung nicht übernimmt, muss der Patient nämlich aus eigener Tasche bezahlen. Leistungen im Krankheitsfall nachzuversichern ist nicht möglich. Auch einen hohen Selbstbehalt können Versicherte später in der Regel nicht mehr senken, wenn sie erkrankt sind.

Steigende Beiträge zu erwarten

Auch der günstigste Tarif bleibt auf Dauer nicht so günstig wie beim Vertragsschluss. Da sich die Beiträge im Laufe der Zeit vervielfachen werden, rät die Zeitschrift "Finanztest", nur in die private Krankenersicherung zu wechseln, wenn man regelmäßig so viel Geld sparen kann, dass man die hohen Beiträge auch im Alter aufbringen kann. Um gefährliche Leistungslücken zu vermeiden, sollte auch ein günstiger Tarif mindestens die Leistungen im Umfang der gesetzlichen Krankenkasse enthalten.

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