Versicherungen-News 22.02.2010
Medienbericht
Mehrere Krankenkassen wollen sich Behandlungskosten zurückholen
Mehrere Krankenkassen wollen sich einem Medienbericht zufolge die Behandlungskosten für Glätteverletzte von den Grundstückseigentümern oder beauftragten Winterdiensten zurückholen.
Berlin (ddp-bln/red) - Das berichtet die "Berliner Zeitung" (Montagausgabe). Danach wollen die AOK, die Barmer, die Techniker Krankenkasse oder die KKH-Allianz prüfen, ob bei Glatteisunfällen Verkehrssicherungspflichten verletzt worden seien.
Rund 20.000 Versicherte mussten behandelt werden
Bundesweit mussten nach einer Hochrechnung im Januar 20 000 gesetzlich Versicherte wegen Arm- oder Beinbrüchen, Kopf- oder Platzwunden stationär behandelt werden. Jede stationäre Aufnahme wegen Winterunfällen kostet die Krankenkassen durchschnittlich 5000 Euro. Die Behandlung eines komplizierten Bruchs kann bis zu 15 000 Euro kosten. Die AOK Berlin-Brandenburg hat sich bereits im Vorjahr rund 465 000 Euro an Behandlungskosten zurückgeholt, wenn Wege nicht geräumt waren. Bei der Barmer waren es allein in Berlin drei Millionen Euro, die sie von Haftpflichtversicherungen der Grundstückseigentümer forderte.
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