Versicherungen-News 23.02.2010
Winterwetter
Mehr Autounfälle im Winter 2010
Das anhaltende Winterwetter lässt die Unfallmeldungen in die Höhe schnellen. Der Gesamtverband der deutsche Versicherungswirtschaft (GDV) schätzt, dass es von Dezember bis Ende Februar 55 000 Blechschäden mehr gegeben haben wird als im vergangenen Winter, wie die "Süddeutsche Zeitung" (Freitagsausgabe) berichtet.
München (ddp/red) - Nach Angaben des Verbandes sind es vor allem kleinere Schäden, wie Auffahrunfälle mit geringer Geschwindigkeit. Eis und Glätte belasten aber auch die Unfall- und Krankenkassen.
Der GDV rechnet damit, dass auf die Autoversicherer wegen des relativ harten Winters etwa 230 Millionen Euro an Zusatzkosten zukommen. Dass deswegen die Versicherungsprämien steigen, glauben Branchenexperten allerdings nicht. «Aus unserer Sicht ist die Tarifschlacht der Kfz-Versicherer nicht zu Ende», sagt Christoph Schmitt, Analyst bei der Ratingagentur Fitch Ratings. Es herrsche ein massiver Verdrängungswettbewerb unter den Anbietern.
Teuer werden Eis und Schnee auch für die gesetzliche Unfallversicherung. Die Unfallkasse der Verwaltungsberufe (VBG) registrierte im Januar knapp 15 Prozent mehr Unfälle als im gleichen Monat des Vorjahres. Die Zahl der sogenannten Wegeunfälle von Fußgängern und Radfahrern, die auf dem direkten Weg zur Arbeitsstelle passierten, stieg um fast 500 auf 3794. "Im Februar erwarten wir noch einen stärkeren Anstieg", sagt eine VBG-Sprecherin.
© 2000-2010 Gelon.de