Versicherungen-News 04.01.2012
Niedrige Zinsen
Lebensversicherungen: Rendite bricht zunehmend ein
Seit Beginn des neuen Jahres bekommen Verbraucher, die eine Lebensversicherung abschließen, weniger Rendite, durchschnittlich nur noch 3,87 Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass die Gelder der Kunden festverzinslich angelegt wurden. Verbände und Verbraucherschutz raten daher von einem Neuabschluss ab.
Hamburg (dapd/red) - Millionen Kunden von Lebensversicherungen in Deutschland müssen sich mit niedrigeren Erträgen abfinden. Die durchschnittliche Überschussbeteiligung fällt 2012 auf 3,87 Prozent, nachdem sie im Vorjahr noch bei 4,08 Prozent lag, wie das "Hamburger Abendblatt" am Dienstag auf Grundlage einer Umfrage unter den 40 größten Lebensversicherern schrieb. Im Jahr 2000 hatte der Wert noch bei 7,15 Prozent gelegen, wie es hieß.
Rendite wegen niedriger Verzinsung der Rentenpapiere gefallen
Die Überschussbeteiligung ist die laufende Verzinsung des Vertrags. Ursache der fallenden Renditen ist die niedrigere Verzinsung von Rentenpapieren, vor allem der Bundesanleihen. Laut Bericht haben die Versicherungsunternehmen rund 88 Prozent der Kundengelder in festverzinsliche Anlagen gesteckt. Die durchschnittliche Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel von 6,82 Prozent im Jahr 1995 auf 2,67 Prozent 2011, wie es hieß.
Bund der Versicherten: Abschluss lohnt sich zur Zeit nicht
Insgesamt verwalten die Unternehmen laut Bericht 747 Milliarden Euro Kundengelder. Sowohl der Bund der Versicherten wie auch die Hamburger Verbraucherzentrale warnen laut "Abendblatt" vor dem Neuabschluss einer Lebensversicherung. "Das lohnt sich nicht", erklärte Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten. Aus Altverträgen von vor 2005 solle man aber wegen der damaligen Steuerfreiheit nicht aussteigen.
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