KFZ-Versicherungen im Vergleich
Ab April

Kfz-Versicherer führen neues Notruf-System ein

Ein neues Notruf-System für Autos soll für mehr Sicherheit sorgen. Ab dem kommenden Monat wird das System mit automatischer Datenübermittlung von den Versicherern angeboten. Wie sicher aber sind die persönlichen Daten der Fahrer?

VollkaskoDas neue Notruf-System sendet automatisch Informationen zu dem Unfall an die Notrufzentrale.© Kzenon / Fotolia.com

Berlin - Ab dem 4. April bieten Kfz-Versicherer ein neues automatisches Notruf-System für Autos an. Der Unfallmelde-Dienst (UMD) besteht aus einem Stecker für den Zigarettenanzünder und einer Smartphone-App, die sich per Bluetooth verbinden. Bei einem Unfall registrieren Beschleunigungssensoren im Stecker die Kollision und übermitteln die Daten an das Handy. Dieses baut eine Verbindung zu einer Notrufzentrale auf und übermittelt Standort, Fahrtrichtung sowie Schwere des Zusammenstoßes. Damit könnten Rettungskräfte oder Abschleppdienst automatisch alarmiert und Verletzte schneller gerettet werden, erläuterte Klaus-Jürgen Heitmann vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bei der Vorstellung des Systems am Mittwoch in Berlin.

Ist der Autofahrer telefonisch nicht ansprechbar, könnten Rettungskräfte oder Abschleppdienst bei schweren Unfällen auch automatisch alarmiert und Verletzte somit schneller gerettet werden, erläuterte Klaus-Jürgen Heitmann vom GDV.

Unterschied zum eCall-System

Der Dienst funktioniert damit etwas anders als das geplante eCall-System, mit dem jeder Neuwagen in der EU ab Ende März 2018 ausgestattet sein muss. Während hierbei der Notruf über ein fest installiertes Modul abgesetzt wird, ist bei dem Dienst der Versicherer Voraussetzung, dass das Handy und die Bluetooth-Funktion eingeschaltet sind und das Gerät noch genug Strom hat.

Notfallsystem meldet schwere Kollisionen und Belachschäden

Gerade bei schweren Unfällen könne der Unfallmelder vor Einführung des eCall-Systems ein Plus an Sicherheit bedeuten, teilte der Autoclub ADAC mit. "Wir konnten beobachten, dass manche Autofahrer nicht mehr in der Lage waren, nach einem Unfall die Rettungskräfte von selbst zu verständigen, etwa wenn sie im Graben gelandet sind", sagte ein ADAC-Sprecher.

Der Unfallmelder stellt jedoch nicht nur schwere Kollisionen fest - er registriert auch Blechschäden. Laut GDV könne der Kfz-Versicherer so den Unfall aufnehmen und Hilfe organisieren, um das Auto in eine Werkstatt bringen zu lassen. Der ADAC unterstreicht, dass die angebotene "Hilfe" nicht zu Lasten der Autofahrer gehen dürfe. So sollten sie selbst entscheiden können, wen sie in so einem Fall kontaktieren.

GDV: Fahrverhalten wird nicht aufgezeichnet

Der Dienst lässt sich in Neuwagen und Gebrauchtwagen einbauen. Er sei weder an das Bordsystem gekoppelt, noch zeichne er das Fahrverhalten oder das Bewegungsprofil auf, sagte Heitmann. "Ähnlich wie beim Telefon-Pannendienst gehen wir nur mit den Daten um, die wir in einer Pannensituation benötigen", ergänzte Werner Schmidt vom GDV. Die Preise legen jeweils die Versicherungen fest. Drei größere Kfz-Versicherer nannten auf Anfrage eine jährliche Servicegebühr um rund zehn Euro als Preis.

Weiterhin zeichnet die App laut GDV lediglich die letzten drei Positionsdaten auf, wobei ältere Daten ständig überschrieben werden. Für Telematik-Tarife, bei denen Versicherungskosten von der persönlichen Fahrweise abhängig gemacht werden, könne der Unfallmeldedienst nicht benutzt werden.

Quelle: DPA

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