Studie

Kein Geld für die Altersvorsorge

Rund 80% der Bürger sind sich über die Notwendigkeit einer rechtzeitigen privaten Altersvorsorge bewusst, dennoch kümmern sich viele nicht um das Thema und 75% der Deutschen fehlen die Mittel, um für's Alter vorzusorgen

Geld© Gina Sanders / Fotolia.com

Mit der Studie "Altersvorsorgereport: Deutschland 2014" (www.sparda-bank-hamburg.de/report) hat die Sparda-Bank Hamburg, gemeinsam mit einem Team rund um Prof. Dr. Jens Kleine vom Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule, die dritte umfassende Untersuchung für den deutschen Altersvorsorgemarkt vorgelegt.

75% der Deutschen fehlen die Mittel zur Altersvorsorge

Die Schließung der Vorsorgelücke stellt die Bürger vor große Herausforderungen. Rund 75% der Deutschen haben nicht die Möglichkeiten, um für ausreichende finanzielle Sicherheit im Alter zu sorgen. Sie können die Vorsorgelücke nicht aus eigenen Kräften schließen. Die Schere zwischen Arm und Reich wird dabei immer größer: Diejenigen Bürger, die aktuell über ausreichend Kapital für eine zusätzliche private Altersvorsorge verfügen, können im Schnitt etwa 325 Euro zusätzlich zurücklegen. "Das soziale Ungleichgewicht wird sich im Alter weiter verschärfen", so Heinz Wings, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hamburg.

Jeder vierte Bürger ignoriert das Thema Altersvorsorge aktuell

Die Studie ergab, dass grundsätzlich nur ein geringes Interesse am Thema Altersvorsorge besteht, trotz des Bewusstseins der bestehenden Notwendigkeit. So sind sich 82% der Bürger bewusst, dass eine rechtzeitige private Vorsorge zur Wahrung des Lebensstandards im Alter notwendig ist. Dennoch sind Interesse oder die finanziellen Möglichkeiten bei diesem Thema Altersvorsorge eher gering. Mehr als ein Viertel der Bürger gaben sogar an, das Thema Altersvorsorge aktuell komplett zu ignorieren.

Das geringe Interesse spiegelt sich auch im Kenntnisstand der Bürger wider. Die konkreten Rentenansprüche sind weitestgehend unbekannt. Rund 73% der Bürger gehen zwar davon aus, dass ihre Rentenansprüche im Alter nicht ausreichen, dennoch kennen weniger als die Hälfte deren tatsächliche Höhe. Dabei haben jedoch rund 50% der Deutschen Angst im Alter vom Existenzminimum leben zu müssen. Insbesondere bei jungen Menschen ist diese Furcht besonders ausgeprägt. "Dass die jungen Menschen die Bedeutung der Altersvorsorge erkannt haben, ist ein äußerst positives Zeichen. Sie haben jedenfalls vom Alter her noch Möglichkeiten, um ausreichend vorzusorgen", konstatiert Wings.

Aktuellen Lebensstandard nicht zu Gunsten der Altersvorsorge einschränken

Die Deutschen wollen heute leben. Eine Einschränkung des eigenen Lebensstandards wird von der Mehrheit nicht gewünscht. Knapp 73% der Bürger sind nicht bereit, ihren Lebensstandard zu Gunsten der Vorsorge einzuschränken. "Knapp die Hälfte der Bürger kann sich aber vorstellen, anstehende Lohnerhöhungen in private Vorsorge-Produkte zu investieren. Dies ist ein positives Zeichen", zeigt Wings einen Lichtschimmer in der privaten Altersvorsorge auf.

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