Versicherungen-News 17.08.2011

Kurios

Katzenjagd endet mit Brand - Versicherung zahlt nicht

Man mag es ausgleichende Gerechtigkeit nennen, das Urteil des Oberlandesgerichts in Naumburg: Ein Mann hatte sein eigenes Haus mit einem Feuerwerkskörper niedergebrannt, weil er eine Katze jagen wollte und klagte, als die Versicherung nicht zahlte. Das Gericht urteilte jedoch zu Gunsten der Versicherung.

Naumburg (dapd/red) - Nicht jeder mag Tiere und speziell Katzen: Ein Tierhasser ging sogar so weit, eine Katze im Haus mit einem Knallkörper vertreiben zu wollen, den er in den Keller schmiss, wo er die Katze vermutete. Die Aktion ging allerdings nach hinten los.

Jagd auf kleine Katze hatte große Folgen

Denn das Haus des Versicherten fing Feuer und brannte bis auf die Grundmauern nieder. Die Versicherung wollte den Schaden nicht bezahlen und bekam vor dem Oberlandesgericht Naumburg recht. Es müsse jedem Versicherten klar sein, wie gefährlich es sei, in einem Wohnhaus Feuerwerkskörper zu zünden, urteilten die Juristen.

Jäger muss seinen Schaden selbst tragen

Zudem konnte das Gericht nicht verstehen, warum der Mann nach dem Werfen des Knallkörpers nicht wenigstens nachgeschaut habe, welche Folgen der Wurf hatte, obwohl er wusste, dass sich im Keller leicht entzündliche Kleidungsstücke befanden, die für den Brand verantwortlich waren. Aus diesem Grund durfte der Versicherer seine Entschädigung auf Null kürzen, so dass der Mann den Schaden selbst tragen muss.

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