Versicherungen-News 11.10.2010

Schützt Hab und Gut

Hausratversicherung: Zusatzangebote genau abwägen

Wie hoch die Prämie für eine Hausratversicherung ist, hängt überwiegend vo der Versicherungssumme ab. Dabei sollte man genau überlegen, wie hoch diese sein soll, um sowohl unnötig hohe Prämien als auch eine Unterversicherung zu vermeiden.

Elmshorn (dapd/red) - Unerlässlich für Hausbesitzer ist die Hausratversicherung, diese schützt alle Gegenstände im Haus gegen Schäden, die durch Brand, Leitungswasser, Blitzschlag, Einbruchdiebstahl, Raub, Vandalismus, Explosionen oder Sturm ab Windstärke 8 entstehen. Dabei sind die Möbel und Teppiche genauso geschützt wie Elektrogeräte und Kleidung. Der Preis für den Schutz einer Hausratversicherung hängt von der Versicherungssumme, dem Umfang der Versicherung und vom Wohnort ab. Doch bei der Versicherungssumme ist Vorsicht geboten.

Versicherungssumme für Hausrat festlegen

Die meisten Versicherer schlagen bei der Hausratversicherung pro Quadratmeter Wohnfläche eine Versicherungssumme von 650 bis 700 Euro vor. In manchen Fällen ist diese Summe jedoch viel zu hoch. Sinnvoller ist es, den Wert des eigenen Hausrats selbst zu überschlagen und sich entsprechend zu versichern. In diesem Fall muss die Versicherungssumme jedoch bei teuren Neuanschaffungen nach oben angehoben werden - andernfalls droht Unterversicherung, die dagegen bei einer Versicherungssumme von 650 oder 700 Euro pro Quadratmeter meist ausgeschlossen ist.

Zusätze zur Hausratversicherung nicht immer sinnvoll

Den Preis für die Versicherung bestimmt neben der Versicherungssumme auch der Umfang des Versicherungsschutzes. Die Prämie nach oben treiben dabei teure Zusatzversicherungen. So ist eine Glasversicherung in aller Regel sinnlos und viel zu teuer - nur bei großen Glasflächen wie etwa bei einem Wintergarten macht dieser Zusatzschutz Sinn. Ob eine zusätzliche Fahrradversicherung Sinn macht, hängt vom Rad und dem Standort ab. Bei billigen Fahrrädern ist der Schutz im Verhältnis zum Wert des Rades oft zu teuer. Und wer sein Fahrrad nachts auf der Straße stehenlassen muss, der muss mit hohen Prämien für den Diebstahlsschutz rechnen. Die Fahrradversicherung als Zusatzschutz zur Hausratversicherung sollte also vor dem Abschluss gut überlegt sein - zumal es für teure Räder auch Spezialpolicen gibt.

Basis-Sätze der Hausratversicherung aufstocken

Versicherte sollten ferner auch daran denken, dass eine Hausratversicherung kein Rundumschutz ist. So gelten Entschädigungsgrenzen für Bargeld, Schmuck, Antiquitäten und andere Wertsachen, die meist bei 20 Prozent der Versicherungssumme liegen. Bei 60.000 Euro Versicherungssumme sind das gerade einmal 12.000 Euro - wenig für die eigenen Wertsachen.

Auch andere Schäden sind nicht automatisch mitversichert - Beispiel Überspannungsschäden. Hier wird bei einem Schaden maximal ein Ersatz in Höhe von 5 bis 10 Prozent der Versicherungssumme geleistet. Wer jedoch viele Elektrogeräte im Haushalt hat, sollte vielleicht den Basisschutz erweitern. Sinnvoll kann es auch für Vielreisende sein, die Rückreisekosten erstattet zu bekommen, wenn ein Hausratschaden festgestellt wurde. Und auch die Außenversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung. So wird der Hausrat beispielsweise im Hotelzimmer oder Ferienhaus geschützt, wenn Einbrüche polizeilich dokumentiert werden.

Nach der letzten Untersuchung von Finanztest bietet vor allem in mittleren und kleineren Städten die Ammerländer Versicherung mit dem Classic-Schutz eine gute Absicherung, außerdem die LBN mit dem Tarif "Hausrat-Gut". In großen Städten können Wohnungsbesitzer sich gut und günstig mit der Grundeigentümer (Tarif Pro Domo Basis), der Asstel (Basis- und Plus-Schutz) und der Docura (Tarif Basis) versichern.

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