Versicherungen-News 05.11.2010
Keine Prämienerhöhungen
Hausratsversicherer mussten mehr für Einbruchschäden zahlen
In Falle eines Einbruchs greift die Hausratsversicherung. 2009 zahlten die Versicherungen so viel wie noch nie, doch im Vergleich ist die Gesamtzahl der Einbrüche gesunken. Die Kosten eines Einbruchs sind jedoch gestiegen.
Berlin (dapd/red) - Die deutschen Hausratversicherer haben 2009 mehr Geld als je zuvor für Einbruch- und Diebstahlschäden ausgezahlt. Gestohlene Gegenstände, aufgebrochene Fenster und Türen verursachten Kosten von 460 Millionen Euro, ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) vom Donnerstag stiegen die Kosten eines durchschnittlichen Einbruchs um 11 Prozent auf 1.224 Euro. Die erhöhten Ausgaben sind laut Verband auf die immer wertvoller ausgestatteten Wohnungen zurückzuführen, die oft Laptops, Smartphones, Flachbild-Fernseher oder Blu-ray-Spieler enthielten.
Immer weniger Einbrüche
Die Zahl der bei den Versicherungen gemeldeten Einbrüche ging in den vergangenen Jahren laut Verband zurück. Nach 390.000 Einbrüchen im Jahr 2008 sank sie 2009 auf 370.000 Fälle, wie der GDV erklärte. "Zur Jahrtausendwende lag die Anzahl der Einbrüche jedoch mit rund einer halben Million Fälle noch deutlich höher", sagte der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg von Fürstenwerth.
Keine steigenden Preise
Einen Anstieg der Prämien müssen Versicherungskunden laut Verband nicht befürchten. "Ursache hierfür ist der starke Wettbewerb zwischen den Unternehmen", sagte der Manager.
77 Prozent besitzen eine Hausratsversicherung
Die Hausratversicherung übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen aufgrund aufgebrochener Fenster und Türen und Vandalismusschäden. Darüber hinaus zahlt die Hausratversicherung bei Sturm-, Hagel-, Feuer- und Leitungswasserschäden. Bereits 77 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen eine Versicherung für die eigenen vier Wände, wie der Verband erklärte.
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