Versicherungen-News 11.11.2011

Verluste

Gewinneinbrüche bei der Allianz

Die Eurokrise macht auch vor Versicherungsunternehmen nicht halt. Unter anderem wegen der Abschreibung auf griechische Staatsanleihen sei der Nettogewinn der Allianz im dritten Quartal stark gesunken. Trotzdem ist man sich sicher, 2011 einen operativen Gewinn erzielen zu können.

München (dapd/red) - Die Eurokrise hat beim Versicherungskonzern Allianz zu hohen Gewinneinbußen geführt. Der Nettogewinn des Münchner DAX-Unternehmens sank im dritten Quartal auf Jahressicht um 84,5 Prozent auf 196 Millionen Euro, teilte die Allianz am Freitag mit.

Minus von 196 Millionen im vierten Quartal

Grund für das Minus seien unter anderem ein Anstieg des effektiven Steuersatzes sowie Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen. Der Gesamtumsatz lag mit 24,1 Milliarden Euro um 1,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis sank um 7,3 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro.

Unternehmen rechnet trotzdem mit Gewinn

Für 2011 rechnet die Allianz weiter mit einem operativen Gewinn zwischen 7,5 und 8,5 Milliarden Euro. Branchengerüchten zufolge will der Versicherer im kommenden Jahr übrigens die Preise für die Autoversicherung stark anheben. Spekuliert wird derzeit über eine Verteuerung von 15 bis 30 Prozent. Der Versicherer selbst gab zu, eine Erhöhung zu planen, sprach aber von Preissteigerungen im einstelligen Prozentbereich.

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