Berufsunfähigkeit

Fast jeder dritte Haushalt hat eine BU-Versicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung hat sich zu einem wichtigen Pfeiler der privaten Vorsorge entwickelt: Aktuell ist in gut 30 Prozent der deutschen Haushalte, in denen der Haupteinkommensbezieher jünger als 65 ist, eine solche Versicherung vorhanden.

Gewerbeversicherung© Robert Kneschke / Fotolia.com

Berlin (red) - Das geht aus einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Die Auswertung auf Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) 2013 stellt erstmals amtliche, für die Gesamtbevölkerung repräsentative Daten zur Verbreitung der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung bereit.

Familien sorgen häufiger vor

Überdurchschnittlich häufig besteht eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Familienhaushalten: Immerhin 45 Prozent der Paare mit einem oder mehreren Kindern sichern sich gegen Berufsunfähigkeit ab, während dies nur auf knapp jeden fünften Paarhaushalt ohne Kinder und auf lediglich 14 Prozent der Alleinlebenden zutrifft.

Laut EVS-Auswertung haben 42 Prozent der Haushalte mit einem Hauptverdiener zwischen 25 und 35 Jahren eine Berufsunfähigkeitsversicherung; in der Altersgruppe von 35 bis 50 Jahren liegt der Wert noch bei 37 Prozent.

Höheres Einkommen - mehr Versicherungen

Auch die Einkommenshöhe hat einen Einfluss auf die Verbreitung privater Berufsunfähigkeitsvorsorge: Gut 40 Prozent der Haushalte mit monatlichen Nettoeinkommen zwischen 3.200 Euro und 5.000 Euro verfügen über (mindestens) eine Berufsunfähigkeitsversicherung; in Haushalten mit Einkommen über 5.000 Euro liegt der Verbreitungsgrad sogar bei annähernd 50 Prozent. Unterhalb der Einkommensschwelle von 3.200 Euro sinkt die Verbreitung der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung jedoch deutlich.

Für die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe befragt das Statistische Bundesamt alle fünf Jahre rund 60.000 Haushalte in Deutschland. Die Daten zur Verbreitung der Berufsunfähigkeitsversicherung geben den Stand vom 1. Januar 2013 wieder.

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