Pepp

Europäische Altersvorsorge: Erster Entwurf vorgelegt

Mit den EU-Plänen für eine europaweite private Altersvorsorge geht es voran. Am Donnerstag soll der erste Verordnungsentwurf hierzu vorgelegt werden. Die Verträge sollen in andere Länder übertragbar sein. Kritik kommt von der deutschen Versicherungswirtschaft.

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Brüssel - Die EU-Pläne für eine europaweite private Altersvorsorge nehmen Gestalt an. Kommissions-Vizepräsident Valdis Dombrovskis werde am Donnerstag den Verordnungsentwurf für europäische Vorsorgeprodukte namens "Pepp" (Pan European Pension Product) vorlegen, meldete das "Handelsblatt" (Mittwoch) vorab.

Fünf unterschiedliche Modelle für die Altersvorsorge

"Wir wollen einen europäischen Qualitätsstandard für Altersvorsorgeprodukte schaffen", sagte Dombrovskis der Zeitung. Versicherungen, Banken, Fonds oder Vermögensverwalter könnten diese Produkte EU-weit anbieten. Verbraucher könnten zwischen maximal fünf unterschiedlich riskanten Anlagestrategien wählen, eine davon mit "sehr geringem Risiko", sagte Dombrovskis.

Verträge sollen in andere Länder übertragbar sein

Die Abschlussgebühren würden begrenzt, und Sparer bekämen das Recht, den Anbieter alle fünf Jahre zu wechseln. Der entscheidende Vorteil sei, "dass diese Produkte EU-weit in andere Länder übertragbar sind". Die Kommission empfehle den Mitgliedstaaten deshalb, auch diese europäischen Vorsorgeprodukte steuerlich so zu fördern wie nationale.

Dombrovskis hatte seine Pläne Anfang Juni angekündigt, allerdings ohne Einzelheiten. Ziel sei es, den Europäern eine zusätzliche Rente zu ermöglichen und Investitionschancen zu schaffen, sagte er damals.

Versicherungswirtschaft übt Kritik an dem Konzept

Die deutsche Versicherungswirtschaft sieht die geplanten EU-Standards für die private Altersvorsorge laut "Handelsblatt" sehr kritisch. "Wir befürchten eine Verwässerung der sozialpolitischen Qualitätskriterien für die private Altersvorsorge", sagte Peter Schwark vom Versicherungsverband GDV der Zeitung.

Quelle: DPA

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