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Baufinanzierung: Richtig abgesichert für den Ernstfall

Eine Immobilienfinanzierung ist für viele Menschen die größte Investitionen ihres Lebens. Eine Finanzierung, mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren, sollte deshalb gut überlegt und für den Ernstfall abgesichert sein.

Baufinanzierung© ArVis / Fotolia.com

Im Falle des Todes eines Partners, steht der Rest der Familie oft vor großen Schwierigkeiten. Damit sich diese Situation nicht noch durch einen notwendigen Immobilienverkauf oder sogar eine Zwangsversteigerung verschärft, ist es ratsam die Restschuld abzusichern, falls keine sonstigen größeren Rücklagen vorhanden sind, erklärt das Portal Baufi24.de

Risikolebensversicherung

Die Absicherung erfolgt in der Regel über eine Risikolebensversicherung, die im Falle des Todes eine bestimmte Summe an die Hinterbliebenen auszahlt. Im Vergleich zur klassischen Kapitallebensversicherung sind die Beiträge deutlich niedriger, da der Sparbetrag entfällt. Eine Risikolebensversicherung deckt nur das Todesfallrisiko ab und wird auch nur im Falle des Todes an die Begünstigen ausbezahlt. Die Kosten für eine Risikolebensversicherung über 100.000 Euro liegen bei rd. 300 Euro im Jahr (Versicherungsnehmer männlich, 40 Jahre, gesund, Nichtraucher, kein Risikosport).

Restschuldversicherung

Eine weitere Variante der Darlehensabsicherung ist eine sogenannte Restschuldversicherung. Hierbei wird lediglich der noch offene Darlehensbetrag abgesichert, der sich über die Laufzeit kontinuierlich verringert. Prinzipiell stehen zwei Modelle zur Auswahl:
  • 1) jährliche Anpassung der Raten an den Tilgungsplan: Da die Beiträge auch vom Alter des Versicherungsnehmers abhängen, steigen diese zunächst an, nehmen dann aber, auf Grund der sinkenden Restschuld des Darlehens, kontinuierlich ab. Diese Variante ist leicht teuer als die linear fallende Variante, hat jedoch den Vorteil, dass zu jedem Zeitpunkt die komplette Restsumme des Darlehens abgedeckt ist.
  • 2) linear fallender Versicherungsschutz: Hier sinkt die Höhe der zu zahlenden Beiträge kontinuierlich um einen jährlich konstanten Betrag. Das Risiko bei dieser Variante: da die Restschuld nicht linear fällt, kann diese Variante zu Deckungslücken führen. Eine linear angelegte Zahlungsvariante ist also nur dann zu wählen, wenn die Hinterbliebenen mit einer Differenz umgehen können.

Eine Restschuldversicherung für ein Darlehen von 250.000 Euro ist schon ab 140 Euro pro Jahr zu bekommen, entscheidet sich der Versicherungsnehmer für ein Modell mit Gewinnanrechnung. Hier werden von der Versicherungsgesellschaft erwirtschaftete Gewinne auf den Beitrag umgelegt. Diese Leistung ist nicht garantiert, entlastet jedoch die Haushaltskasse. (Versicherungsnehmer: 40 Jahre, männlich, gesund - 250.000 Euro Darlehenssumme – 3,75% Zins, 2% Tilgung – Absicherung auf 30 Jahre).

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