Versicherungen-News 02.06.2010
Finanzielle Engpässe
Altersvorsorge: Finanzieller Verlust droht bei vorzeitiger Kündigung
Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit sorgen vielfach für finanzielle Engpässe. Um die monatlichen Ausgaben zu reduzieren, kündigen Betroffene oftmals ihre Lebens- oder Rentenversicherung – dabei gibt es Alternativen zur vorschnellen Kündigung.
Köln (ddp/red)- Nach Angaben des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft werden pro Jahr rund 3,7 Millionen Lebensversicherungsverträge storniert. Entweder benötigen Anleger das Geld aus der Rückkaufsumme oder sie können die monatlichen Beiträge nicht mehr aufbringen.
Bei Kündigung der Altervorsorge muss man mit Verlusten rechnen
Das ist zumeist ein schlechtes Geschäft für den Kunden, der oft kaum etwas vom Ersparten wiedersieht. Eine vorschnelle Kündigung kann sich später rächen, denn wer nach der Überwindung des finanziellen Engpasses wieder eine Versicherung abschließt, muss für den gleichen Schutz höhere Beiträge zahlen. Ferner steht in aller Regel bei einer Lebensversicherung eine erneute Gesundheitsprüfung an. Außerdem werden Abschlusskosten für die Verträge am Anfang der Ansparphase eingerechnet, sodass die Rendite bei einer vorzeitigen Kündigung der Altersvorsorge eher mager ausfällt.
Ein Policendarlehen kann aus dem Engpass helfen
In solchen Fällen ist ein Policendarlehen die bessere Lösung, raten Vorsorgeexperten. Dabei wird ein Teil der Versicherungsleistung vorab ausgezahlt. Der Betrag wird mit der späteren Auszahlung verrechnet oder kann zwischenzeitlich wieder zurückgezahlt werden. Man spricht dabei auch von einer Beleihung der Lebensversicherung. Bei Darlehensrückzahlung ist keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich. Wenn man nur um die monatlichen Beiträge nicht aufbringen kann, ist es nicht gleich nötig, die Versicherung zu kündigen. Man kann die Zahlungen reduzieren oder die Versicherung vorübergehend stilllegen, bis die finanzielle Lage sich gebessert hat.
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