Versicherungen-News 11.01.2011

AXA Ruhestand-Barometer 2010

Altersvorsorge: Deutsche planen früh, aber sparen wenig

Kinder motivieren die Deutschen, sich um eine private Altersvorsorge zu kümmern, wie das AXA Ruhestand-Barometer 2010, eine in 13 Ländern durchgeführte Studie zeigt. Die Befragung zeigt auch, dass die Deutschen zwar "Frühplaner", aber "Wenigsparer" sind.

Köln (red) - Die Deutschen sind Familienmenschen – auch in Bezug auf ihre Altersvorsorge. Das AXA Ruhestand-Barometer zeigt: Neben der hauptsächlichen Sorge um sinkende gesetzliche Renten ist es vor allem der Nachwuchs, der 39 Prozent der befragten Erwerbstätigen motiviert, sich finanziell fürs Alter abzusichern. Bei den 25- bis 34-Jährigen geben sogar 50 Prozent dies als Hauptgrund an.

Deutsche wissen, wie viel Rente sie bekommen

62 Prozent der befragten deutschen Erwerbstätigen geben an, genau oder ungefähr zu wissen, wie hoch ihre gesetzliche Rente sein wird. Damit fühlen sich die Deutschen zusammen mit den Schweizern (63 Prozent) im internationalen Vergleich mit Abstand am besten über ihr zu erwartendes gesetzliches Renteneinkommen informiert. Zum Vergleich: In Spanien haben 75 Prozent der Erwerbstätigen keine Vorstellung ihrer künftigen Rente, in Großbritannien sind es 72 Prozent, in Frankreich 71 Prozent.

Viele wollen später oder garnicht privat vorsorgen

Die Hälfte der jüngeren Erwerbstätigen in Deutschland im Alter von 25 bis 34 Jahren glaubt nicht, dass die staatliche Rente im Ruhestand später für sie ausreichen wird. Rund 50 Prozent dieser Altersgruppe erwarten deshalb, einen Großteil des Ruhestandseinkommens aus privater Vorsorge beziehen zu müssen.

Dennoch folgt dieser Erkenntnis kein konsequentes Handeln: Im Jahr 2007 hatten bereits 72 Prozent mit Anfang 30 vorgesorgt, heute sind es nur noch 46 Prozent. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass sich über die Hälfte der deutschen Erwerbstätigen (54 Prozent) noch nicht um die Altersvorsorge gekümmert hat. 34 Prozent der Befragten planen, erst im Alter von durchschnittlich 48 Jahren mit der Vorsorge starten zu wollen, während jeder Fünfte angibt, gar nicht fürs Alter vorsorgen zu wollen.

Deutsch sparen im internationalen Vergleich wenig fürs Alter

Deutsche Erwerbstätige beginnen laut Befragung im Alter von durchschnittlich 32 Jahren mit der privaten Altersvorsorge und gelten im Ländervergleich als "Frühplaner". Allerdings gehören sie nicht zu den fleißigen Sparern – obwohl sie die Notwendigkeit zur finanziellen Vorsorge fürs Alter erkannt haben (91 Prozent). Erwerbstätige in Deutschland sparen jährlich im Durchschnitt ca. 3.900 Euro pro Haushalt für die Altersvorsorge. Damit liegen sie international auf dem vorletzten Platz. Lediglich die befragten Franzosen legen mit rund 2.100 Euro pro Jahr noch weniger fürs Alter zurück

Das aktuelle "AXA Ruhestand-Barometer 2010" untersucht zum fünften Mal in Folge die Erwartungen, Wünsche und Einstellungen von Erwerbstätigen und Ruheständlern zum Thema Altersvorsorge. Für die von der GfK durchgeführte Studie wurden insgesamt 13.123 Personen in 13 Ländern befragt.

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