Mietkautionsversicherung sorgt für mehr Bares in der Tasche
Ein Umzug in eine neue Wohnung oder ein neues Haus ist meist schon teuer genug. Die Mietkaution für die neue Wohnung kann da schon ein großes Loch in die Haushaltskasse reisen. Abhilfe schafft hier eine Mietkautionsversicherung.
Der Vermieter kann vom Mieter bei Abschluss eines Mietvertrages eine Kaution verlangen. Diese darf maximal das Dreifache der monatlichen Kaltmiete betragen. Viele Mieter tun sich schwer, drei Monatsmieten in bar auf den Tisch zu legen. Bei einer durchschnittlichen Kaltmiete von 500 Euro fehlen dann 1.500 Euro in der Haushaltskasse. Auch eine Bankbürgschaft ist oft keine Alternative, da der Mieter nicht immer über die notwendige Bonität verfügt, die die Bank zur Voraussetzung für eine Bürgschaft macht. Für Studenten und Auszubildende bürgen dann oft die Eltern gegenüber der Bank, so dass die Bank die Kautionsbürgschaft doch noch übernimmt.

Mietkautionsversicherung statt Bargeld-Kaution
Zu diesen klassischen Kautionsmodellen gibt es neuerdings eine Alternative. Bei einer Mietkautionsversicherung übernimmt eine Versicherung die Kaution. Der Mieter zahlt dann an die Versicherung eine Prämie, die bei rund fünf Prozent der Kautionssumme pro Jahr liegt. Diese Variante ist vor allem dann interessant, wenn der Mieter für eine Barkaution einen teuren Dispokredit auf seinem Girokonto in Anspruch nehmen oder einen Ratenkredit aufnehmen müsste. Voraussetzung ist aber auch, dass der Vermieter eine solche Mietkautionsversicherung akzeptiert und nicht auf einer Barkaution besteht.
Weitere Infos zu den Mietkautions- versicherungen:
Anbieter von Mietkautionsversicherungen im Vergleich
Mittlerweile gibt es mehrere Anbieter von Mietkautionsversicherungen. Eine solche Versicherung wird von der R+V Versicherung angeboten, hierbei kann man schon vor der Wohnungssuche eine unverbindliche Anfrage zur Kautionsversicherung stellen, um so bei der Zusage zur neuen Wohnung möglichst schnell die Unterlagen zu erhalten. Ein weiterer Anbieter ist Moneyfix, ein Angebot der Deutschen Kautionskasse.
Übrigens: Nicht nur beim Einzug in eine neue Wohnung können Sie mit einer Mietkautionsversicherung die Kaution sparen, man kann sich auch eine bereits gezahlte Kaution zurückholen.
Mietkautionsversicherung bringt Vorteile für beide Seiten
Für den Vermieter hat eine Mietkautionsversicherung den Vorteil, dass er nicht verpflichtet ist, eine Barkaution auf einem Sparbuch anlegen zu müssen und keinerlei Verwaltungsaufwand hat. Er kann die Kaution bei Fälligkeit direkt bei der Versicherung geltend machen und weiß bereits bei Abschluss des Mietvertrages, dass sein künftiger Mieter über eine ordentliche Bonität verfügen muss, die, wenn auch in eingeschränktem Maße, von der Mietkautionsversicherung geprüft wird.
Der Mieter wiederum sichert durch die Mietkautionsversicherung seine Liquidität und kann vorhandene Geldmittel für die Einrichtung seiner neuen Wohnung nutzen. Vor allem aber braucht er nicht zu befürchten, dass er nach einem Auszug aus der Wohnung sich mit dem Vermieter über die Rückforderung einer Barkaution streiten muss.
Warum eigentlich eine Kaution?
Mit der Kaution sichert sich der Vermieter gegen eventuell vom Mieter während der Mietzeit verursachte Beschädigungen in der Wohnung oder für nicht ausgeführte Schönheitsreparaturen ab. Diese Ersatzansprüche des Vermieters verjähren in sechs Monaten. Nach dem Gesetz darf die Kaution maximal das Dreifache der monatlichen Miete betragen. Die als Pauschale oder als Vorauszahlung vereinbarten Nebenkosten dürfen bei der Berechnung der Höhe der Kaution nicht einbezogen werden. Der Mieter kann die Kaution als Barbetrag in drei monatlichen Teilzahlungen erbringen, wobei die erste Teilzahlung mit dem Beginn des Mietverhältnisses zu entrichten ist. Üblicherweise wird die Kaution in bar entrichtet oder dem Vermieter wird eine Bankbürgschaft zur Verfügung gestellt.