Verschiedene Zins-Arten verständlich erklärt

Zinsen zahlt man auf Kredite oder bekommt Sie für angelegtes Geld - das weiß jeder. Doch Zins ist nicht immer Zins und man sollte einige Dinge wissen, bevor man einen Vertrag beim Kreditinstitut unterschreibt. Was erklären wir!

Geld sparen© c / Fotolia.com

Zinsen gibt es heute auf viele Dinge. In einem ersten Gedankengang denken die meisten jedoch an den Zins, welcher gezahlt werden muss, wenn man sich bei der Bank Geld leiht. Beantragt man beispielsweise eine Summe von 5.000 Euro und zahlt diese innerhalb von einem Jahr wieder zurück, so bezahlt man bei einem Zinssatz von 5% für den genannten Betrag 250 Euro Zinsen. Man bezahlt also statt den 5000 Euro nun mit Zinsen 5250 Euro zurück.

Es geht jedoch auch anders rum. Wer sein Geld spart und Clever anlegt, der kann durch gute Zinsen auch Gewinne einstreichen. Legt man beispielsweise eine Summe von 8000 Euro bei einem Zinssatz von 2% an, so sammeln sich über ein Jahr (bei jährlicher Verzinsung) Zinsen in Höhe von 160 Euro an.

Zinsen orientieren sich am Leitzins

Alle deutschen Kreditinstitute orientieren sich am Leitzins der europäischen Zentralbank. Diese errechnet täglich neu die Zinssätze und gibt diese Berechnung an alle Banken weiter. Diese sind jedoch nicht verpflichtet, sich an diesen Leitzins zu halten, sondern orientieren sich nur an diesem und bestimmen letztendlich ihre eigenen Zinsen, sodass das Kreditinstitut kostendeckend arbeiten kann.

Nominalzins und effektiver Jahreszins

Bei Kreditzinsen unterscheiden man zwischen dem Nominalzins und dem Effektivzins. Der Nominalzins ist der auf den Nennwert bezogene Ertrag eines Wertpapiers. Er zeigt also die Kosten, die für die reine Kreditüberlassung anfallen (Zinsen). Bei Krediten zeigt der Nominalzins die reinen Zinsen für einen Kredit. Im Gegensatz dazu beinhaltet der effektive Jahreszins alle Kosten, die im Rahmen der Kreditaufnahme anfallen. Kreditinstitute sind nach § 6 der Preisangaben-Verordnung dazu verpflichtet, alle für den Kredit anfallenden Kosten im effektiven Jahreszins auszuweisen. Der effektive Jahreszins beinhaltet somit auch die Kosten für Versicherungsprämien, Provisionen, Steuern, Kreditvermittlungs- und Bearbeitungsgebühren. Durch diese Angabe können sind Ratenkredite verschiedener Kreditinstitute gut miteinander vergleichbar.

Vor Vertragsabschluss Zinsen vergleichen

Wichtig für jeden, der darüber nachdenkt einen Vertrag mit Zinsen abzuschließen - sei es nun ein Schuld- oder Sparvertrag - ist es zu wissen, dass die Zinsen je nach Kreditgeber stark schwanken können. Daher sollte man auf jeden Fall vorher ein paar Minuten mehr in die Anbietersuche investieren, denn oft spart man durch einen einfachen Vergleich bares Geld.
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