Leitzins dient zur Orientierung bei der Zinsvergabe

Wer sich Geld leihen oder Geld anlegen möchte, der kommt mit zwangsweise mit Zinsen in Kontakt. Diese werden jedoch nicht willkürlich von jeder Bank festgelegt, sondern orientieren sich am Leitzins. Was genau das ist, lesen Sie hier!

EZB© VRD / Fotolai.com

Der Leitzins ist der Hauptrefinanzierungszins der Geschäftsbanken. Er gibt an, zu welchem Zinssatz die Geschäftsbanken Geld von den Zentralbanken zur Verfügung gestellt bekommen. In Deutschland wird der Leitzins von der Europäischen Zentralbank (EZB) bestimmt.

Was bewirkt der Leitzins?

Der Begriff Leitzins hängt eng mit den Aktienmärkten zusammen. Steigt der Leitzins, ist es für Unternehmen teurer, Fremdkapital aufzunehmen, was sich auf den Gewinn auswirkt. Die höheren Finanzierungskosten und die sinkenden Gewinne beeinflussen dann den Aktienkurs, es kommt zu Kursrückgängen. Ein sinkender Leitzins bedeutet demnach höhere Unternehmensgewinne. Natürlich werden die Börsenkurse nicht nur durch den Leitzins beeinflusst, andere Faktoren, wie die Konjunktur, spielen auch eine wichtige Rolle.

Nach dem Leitzins der EZB richten sich die deutschen sowie natürlich auch die anderen europäischen Banken bei der Verzinsung von Tagesgeld und Termingeldern. In den USA wird der Leitzins durch die US Notenbank FED festgelegt. Auch dieser Zinssatz hat Einfluss auf die europäischen Finanzmärkte.

Leitzins-Entwicklung © http://de.statista.com/infografik/2330/ezb-leitzins-entwicklung/
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