Ohne IBAN keine Überweisung mehr

Ade alte Banküberweisung, hallo SEPA. Auch Deutschland hat endgültig auf den weltweiten Überweisungsstandart umgestellt und mit diesem kam die IBAN. Was genau hinter diesen vier Buchstaden steckt, erfahren Sie hier!

IBAN und  BIC© Thorben Wengert / Fotolia.com

IBAN ist die Abkürzung für International Bank Account Number, zu Deutsch Internationale Bankkontonummer. Sie wurde Ende 1996 auf Initiative der Europäischen Kommission als weltweit gültige Norm festgelegt. Zusammen mit dem BIC präzisiert sie internationale Zahlungen so genau, dass eine automatische Abwicklung ermöglicht wird. Bestandteile der IBAN sind ein Länderkürzel, die Bankleitzahl, die inländische Kontonummer und eine zweistellige Prüfziffer. Die IBAN ist maximal 35 alphanumerische Zeichen lang und differiert von Land zu Land. Die deutsche IBAN besteht aus 22 Stellen.

IBAN wird zum Alltag

Vor einigen Jahren kannte die IBAN nur, wer Bankgeschäfte ins Ausland tätigte. Als jedoch 2008 das SEPA-Lastschriftverfahren eingeführt wurde, kam nun jeder mit der IBAN in Kontakt, wer Überweisungen tätigen wollte. Unter dem Volk noch ein wenig Kritsch betrachtet, weil die lange Zahlen-Buchstaben-Kombination Fehleranfälliger erscheint und schwerer zu merken ist, hat sie doch ihre Vorteile. So ist IBAN deutlich sicherer und weniger fehleranfällig, weil sie weltweit einmalig ist. Zudem laufen durch die IBAN die Zahlungsvorgänge schneller ab.

IBAN Nummer

Auch in Deutschland setzt man auf die IBAN

In anderen Ländern, wie beispielsweise in der Schweiz, hat sich das SEPA-Verfahren, wie sich die neue Überweisungsmethode mit der IBAN nennt, bereits bewährt und auch in Deutschland stellte man auf SEPA um. Schon seit 2008 mussten alle Banken eine SEPA-Überweisung annehmen, ab Anfang Februar 2014 ist die IBAN nun Pflicht auf allen Überweisungsträgern. Zuvor hatte man der Bevölkerung eine Umgewöhnungsphase gewährt, in welcher die SEPA-Überweisungen erwünscht waren, alte Überweisungsträger jedoch auch noch akzeptiert wurden.