Geldmenge (M1, M2, M3) zeigt Geldbestand einer Volkswirtschaft

Sicher hat sich jeder schon mal gefragt, wie viel Geld in Deutschland so im Umlauf ist. Einen Überblick darüber hat die Zentralbank, welche die Daten in Form der Geldmenge festhält. Was das ist, klären wir!

Geldstapel© Otto Durst / Fotolia.com

Die Menge allen Geldes

Die Geldmenge, auch unter Geldvolumen bekannt, trifft eine Aussage darüber, wie viel Geld wo unterwegs ist. Dabei ist in der Geldmenge alles Geld enthalten, was nicht gerade im Besitz von Banken ist. Um die Geldmenge noch einmal genauer zu definieren, nutzt man grundsätzlich drei Klassen.

Drei-Klassen-Unterteilung der Geldmenge

Das Geld im Umlauf wird nach Klassen aufgeteilt, die sich an der Verfügbarkeit orientieren. Schnell verfügbares Geld, wird der Gruppe M1 zugeordnet. In diese fallen alles Bargeld und Geld, welches täglich von Konten abgehoben werden kann. Die Geldmengen M2 und M3 umfassen dagegen längerfristig gebundenes Geld.

Geldmenge M1 M2 M3

Geldmenge M1

Bei dieser Gruppe handelt es sich um schnell verfügbares Geld: Umlaufendes Bargeld plus täglich fällige Einlagen (Sichteinlagen)

Geldmenge M2

Geldmenge M1 plus Einlagen mit vereinbarter Laufzeit von bis zu zwei Jahren (Termineinlagen) sowie Einlagen mit einer vereinbarten Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten (Spareinlagen)

Geldmenge M3

Geldmenge M2 plus Anteile an Geldmarktfonds und andere Geldmarktpapiere sowie Pensionsgeschäfte und Schuldverschreibungen mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu zwei Jahren

Wozu benötigt man die Geldmenge?

Die Geldmenge ist ein wichtiges Instrument um den Überblick über den Markt zu behalten. So kann sichergestellt werden, dass Güter und Geld im korrekten Verhältnis zueinander stehen und eine übermäßige Inflation kann vermieden werden. Durch den Überblick über das verfügbare Geld kann man gezielte Maßnahmen ergreifen, um den Euro zu stabilisieren und aufrecht zu erhalten.

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