Einlagensicherung sichert Ihr Vermögen im Falle einer Bank-Insolvenz

Die Einlagensicherung sorgt dafür, dass Sparer auch im Falle einer Bankeninsolvenz ihre Ersparnisse nicht verlieren. Man unterscheidet die gesetzliche und die freiwillige Einlagensicherung

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Geldanlagen sind normalerweise mit einem gewissen Risiko behaftet: Man vertraut seine Ersparnisse einer Bank an und geht damit das Risiko ein, dass die Bank bei einer Insolvenz diese nicht mehr zurückzahlen kann. Während sich vor einigen Jahren wohl kaum jemand Gedanken über eine mögliche Bankeninsolvenz machte, so sind viele Verbraucher nach der Bankenkrise doch etwas vorsichtiger geworden. Doch in Deutschland sorgt die so genannte Einlagensicherung dafür, dass Bankkunden ihr angelegtes Geld auf jeden Fall wieder zurückbekommen.

Einlagensicherung: Mehrere Stufen sorgen für Sicherheit

Eine Einlagensicherung sorgt dafür, dass Kunden einer Bank ihr Geld auf jeden Fall ausgezahlt bekommen, auch wenn die Bank insolvent ist. Zunächst einmal gibt es die Eigenkapitalvorschriften, die sicherstellen sollen, dass eine Bank im Falle von finanziellen Schwierigkeiten noch genügend Vermögen hat, um die Einlagen der Kunden auszuzahlen. Sollte trotz dieser Vorschriften eine Insolvenz eintreten, müssen zunächst einmal andere Banken einer Gruppe der betroffenen Bank aushelfen. Darüber hinaus gibt es gesetzliche sowie freiwillige Maßnahmen zur Einlagensicherung. Die Sicherungssysteme wurden beträchtlich erweitert, nachdem 1974 die Kölner Herstatt-Bank Konkurs anmeldete und viele Anleger ihre Ersparnisse verloren.

Gesetzliche Einlagensicherung bis 50.000 Euro

Das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz regelt in Deutschland die Mindestanforderungen an die Kreditinstitute. Durch die gesetzliche Einlagensicherung sind die Einlagen der Bankkunden zu 100% geschützt, aber maximal bis zu einem Betrag von derzeit 50.000 Euro. Dieser Betrag gilt seit 2009, vorher betrug er 20.000 Euro. Ende 2010 soll eine weitere Erhöhung der Einlagensicherung auf 100.000 Euro stattfinden. Der Einlagenschutz schließt sämtliche Bankguthaben ein, also wie Girokonten, Tagesgeldkonto und Termingeld sowie Sparbriefe.

Freiwillige Einlagensicherung geht noch weiter

Für viele Bankkunden wird sicherlich die gesetzliche Einlagensicherung ausreichen. Doch es gibt auch Anleger, die über mehr Kapital verfügen. Dann greift die freiwillige Einlagensicherung. Der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken beispielsweise sichert die Einlagen der Kunden bis hin zu 30 Prozent des Eigenkapitals der betreffenden Bank. Also selbst wenn das Eigenkapital der Bank nur zehn Millionen Euro beträgt – was für Banken noch nicht viel ist – ist das Vermögen des Kunden bis zu einer Höhe von drei Millionen Euro geschützt. Finanziert wird dies durch einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Will man also viel Geld anlegen, sollte man genau vergleichen, bis zu welchem Betrag eine Bank die Einlagen absichert.

Welche Banken arbeiten ohne Einlagensicherung?

Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Genossenschaftsbanken sichern die Einlagen ihrer Kunden nicht auf diese Weise. Trotzdem muss der Anleger keine Angst haben. Bei diesen Banken sind Städte und Gemeinden sowie spezielle Stützungsfonds für die Solvenz zuständig. Das Ziel ist hier die Sicherung des Finanzinstituts an sich, während Einlagensicherungsfonds direkt die Einlagen der Kunden schützen.