Bruttoinlandsprodukt: Alle im Inland erbrauchten Leistungen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat in der jüngeren Vergangenheit bei der Beschreibung der Stärke einer Volkswirtschaft neben dem Bruttosozialprodukt (BSP) stark an Einfluss gewonnen.

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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat in der jüngeren Vergangenheit bei der Beschreibung der Stärke einer Volkswirtschaft neben dem Bruttosozialprodukt (BSP) stark an Einfluss gewonnen. Das BIP beschreibt die wirtschaftliche Leistung (hergestellte Waren und Dienstleistungen) einer Volkswirtschaft innerhalb der Landesgrenzen in einer bestimmten Periode. Dabei gründet das BIP auf die im Inland sowohl von Inländern als auch Ausländern erbrachten Leistungen.

Die Berechnung des Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Das Bruttoinlandsprodukt kann man auf verschiedene Weise berechnen. Bei der Entstehungsrechnung wird aufgestellt, was alles in einem Jahr produziert wurde. Hierzu rechnet man alle Umsätze in der Wirtschaft zusammen und zieht Vorleistungen ab, sodass Waren nicht zwei Mal in das BIP gelangen. Beispielsweise wird ein Autoreifen schon in der Reifenfirma abgerechnet und nicht erst, wenn er am Wagen montiert wird. Zählt man zu der Entstehungsrechnung noch die Gütersteuer hinzu, so erhält man das Bruttoinlandsprodukt.

Eine andere Herangehensweise wäre die Verwendungsrechnung, bei welcher man das BIP anhand der Nachfrage berechnet. Die dritte Möglichkeit ist die Verteilungsrechnung, bei welcher man das Bruttoinlandsprodukt anhand des Einkommens misst. Egal, welche der Rechnungen man durchführt: Es kommen bei allen drei Möglichkeiten immer die gleichen Ergebnisse heraus.

Kritik am Bruttoinlandsprodukt

Schwierig ist es immer, von Zahlen auf den allgemeinen Lebensstandard der Bevölkerung zu schließen. So kann man mit dem BIP zwar errechnen, was jeder Bürger von der Theorie her für ein Einkommen haben müsste, allerdings entspricht dies selten der Realität. Einkommensstarke Bürger wiegen einkommensschwache Menschen auf, sodass diese leicht in der Rechnung untergehen können.