Archiv-News 13.03.2001
Zwei Banken verlassen Einlagensicherungsfonds
Die Frankfurter Niederlassung der Banca di Roma sowie die Düsseldorfer Niederlassung der Türkiye Garantie Bankasi A.S. sind aus dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. ausgeschieden. Das teilte der Verband am 8. März in einer Pflichtveröffentlichung mit. Darin heißt es, die Türkiye Garanti Bankasi habe ihren Geschäftsbetrieb eingestellt und scheide deshalb aus. Für die Banca di Roma wurde keine Begründung veröffentlicht. Der Verband betonte gegenüber gelon.de, dass das Ausscheiden nicht vom Bundesverband veranlasst wurde. Das bestätigte der Geschäftsführer der Frankfurter Banca di Roma Filiale auf Anfrage von gelon.de. und verwies gleichzeitig auf die italienische Muttergesellschaft, die ihrerseits ohnehin dem italienischen Einlagensicherungssystem angehöre. Auch werde kein Privatkundengeschäft von Frankfurt aus betrieben, dass eine solche Zugehörigkeit sinnvoll erscheinen lassen würde.
Tritt ein Institut aus dem Einlagensicherungsfonds aus, so hat es laut Statut seine Gläubiger davon unverzüglich in Kenntnis zu setzen und sie auf die daraus resultierenden Folgen hinzuweisen. Der Bundesverband gibt zusätzlich seinerseits das Ausscheiden im Bundesanzeiger und in einer Tageszeitung am Sitz der Bank für deren Rechnung bekannt. Der Schutz der Einlagen ist in dem Statut des Einlagensicherungsfonds wie folgt geregelt: "Verbindlichkeiten, die später als einen Monat nach der Bekanntgabe im Bundesanzeiger begründet oder prolongiert werden oder die der Gläubiger nach diesem Zeitpunkt nicht zum nächstmöglichen Termin kündigt bzw. zurückfordert, sind nicht gesichert." - gra
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