Archiv-News 11.01.2001

Zinsen auf Förderkredite sinken

Wie Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller bereits am Dienstag erklärte, werden mit Wirkung vom 10. Januar 2001 die Zinsen für alle neu zugesagten ERP-Förderkredite ermäßigt, am deutlichsten im Bereich der Eigenkapitalhilfe für Existenzgründer. Dabei werde berücksichtigt, dass sich der Kapitalmarktzins in den letzten Wochen deutlich zurückgebildet habe und die günstigeren Refinanzierungsmöglichkeiten an die Darlehensnehmer weitergegeben. Das Bundesministerium für Wirtschaft teilte weiter mit, dass der ERP-Regelzinssatz nunmehr nur noch 5,50% (vorher 5,75%) betrage. Den neuen Ländern und Berlin werde weiterhin eine deutliche Zinspräferenz gewährt, hier betrage der aktuelle Zinssatz nur noch 5,00% (vorher 5,25%), bei 100%-iger Auszahlung. Im ERP-Eigenkapitalhilfe-Programm belaufe sich der Zinssatz im 1. und 2. Jahr auf 0 %, im 3. Jahr 3%, im 4. Jahr 4% und im 5. Jahr 5%. Eine deutliche Zinssenkung werde hier für den Zeitraum ab dem 6. bis einschl. 10. Jahr vorgenommen. Mit dieser Absenkung auf nunmehr 6,25% in den neuen Ländern und Berlin bzw. 6,75% in den alten Ländern werden die Belange der Gründer besonders berücksichtigt.

Besonders günstig sind weiterhin auch die Konditionen für innovative Vorhaben, heißt es. Hier beträgt der Zins für die langfristige Finanzierung marktnaher Forschung und Entwicklung neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen sowie deren Markteinführung nur 4,50% in den neuen Ländern und Berlin bzw. 5,00% in den alten Ländern, heißt es weiter. Bundeswirtschaftsminister Dr. Müller sei zuversichtlich, dass dieses Zinssignal zusätzliche positive Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft der kleinen und mittleren Unternehmen, insbesondere im Bereich der Existenzgründungen durch die deutliche Verbesserung der Zinskondition beim ERP-Eigenkapitalhilfeprogramm, zeigen wird. - wag

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