Archiv-News 15.02.2001
WestLB schätzt Bundesbank Gewinn auf 7 Mrd. Euro
Nach Einschätzung der WestLB steht Bundesfinanzminister Hans Eichel ein warmer Geldregen ins Haus. Denn nach Berechnungen und Schätzungen der Landesbank dürfte sich der Jahresüberschuss der Bundesbank für 2000 auf rund 7 Mrd. Euro belaufen, nach 3,9 Mrd. Euro im Jahr 1999. Als Ursache für diesen Anstieg sehen die Düsseldorfer vor allem ein Anschwellen der Zinserträge aus Fremdwährungsanlagen, und zwar um reichlich 30% auf ca. 3,6 Mrd. Euro. In Verbindung mit den Zinseinnahmen aus den im Rahmen der Hauptrefinanzierungsgeschäfte an Kreditinstitute herausgegebenen Kredite sowie den Zinsaufwendungen, die die Bundesbank im Zuge der Mindestreserve zu tragen hatte, errechnet die WestLB einen Nettozinsertrag von 7,6 Mrd. Euro. Das nach Angaben der Bank schwer zu schätzende Nettoergebnis aus Finanzgeschäften, Abschreibungen und Rückstellungen werde sich nur schwach verbessern. Da auf der Aufwandsseite lediglich erhöhte Kosten für den Druck der Euro-Banknoten zu erwarten seien, und die Bundesbank keine Einstellungen in die gesetzlichen Rücklagen mehr vornehmen müsse, könne von einem Jahresüberschuss in Höhe von 7 Mrd. Euro bzw. 13,7 Mrd. DM ausgegangen werden. Wie üblich, so schreibt die WestLB, würden davon 7 Mrd. DM dem Bundeshaushalt zugeführt. Der Rest diene der Tilgung der vom Bund übernommen Schulden des ehemaligen "Erblastentilgungsfonds". - gra
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