Archiv-News 11.01.2001

Vorbereitungen für den Euro laufen auf Hochtouren

Heute hat das Bundeskabinett das Neunte Euro-Einführungsgesetz verabschiedet. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) mitteilte, werden mit diesem Gesetz in über 50 Gesetzen und Verordnungen DM-Beträge und Gebühren auf Euro umgestellt. Die Beträge werden im Grundsatz auf den Cent genau umgerechnet, so dass es zu keiner Verteuerung kommen wird, heißt es. Die "Signalbeträge" genannten "glatten" Beträge (z.B. 10, 50, 100 Einheiten) werden den Angaben zufolge sogar billiger. Damit diese Beträge auch in Zukunft "glatt" blieben, würden sie im Verhältnis 2 DM neu festgesetzt. Das bedeutet eine Ermäßigung von 2,2 % im Vergleich zur exakten Umrechnung, heißt es weiter. Mit dem Neunten Euro-Einführungsgesetz werden frühzeitig klare Rahmenbedingungen für alle Beteiligten geschaffen, so das BMWi.

In knapp 12 Monaten, am 1. Januar 2002, wird der Euro alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel in Deutschland sein. Die Vorbereitungen liefen bereits jetzt auf Hochtouren - in den öffentlichen Verwaltungen, bei den Zentralbanken und Kreditinstituten und auch in der Wirtschaft. Bundeswirtschaftsminister Dr. Werner Müller: "Am Neujahrstag 2002 müssen alle Unternehmen in sämtlichen Geschäftsbereichen eurotauglich sein". Umfragen wiesen allerdings darauf hin, dass trotz guter Fortschritte viele der kleinen und mittleren Unternehmen noch nicht so weit wären. Oft scheine der notwendige Zeitaufwand für eine reibungslose Umstellung auf den Euro unterschätzt zu werden. Minister Müller: "Um sich rechtzeitig eine gute Ausgangsposition zu sichern und Engpässe bei der Umstellung zu vermeiden, sollte jedes – auch das kleinste - Unternehmen spätestens jetzt mit der Vorbereitung auf den Euro beginnen und einen konkreten Realisierungsplan erstellen".

Vor diesem Hintergrund werde das BMWi in den kommenden Monaten in enger Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsverbänden und der "Aktionsgemeinschaft Euro" seine Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Euro weiter intensivieren und ausbauen. Unter anderem werde in Kürze auf der BMWi-Hompage http://www.bmwi.de eine eigene Euro-Rubrik eingerichtet, die gerade kleinen und mittleren Unternehmen bei Umstellungsfragen mit konkreten Informationen weiterhelfen soll. - wag

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