Archiv-News 05.02.2004

Verschlankte Deutsche Bank steigert Gewinn

Die Deutsche Bank AG hat im abgelaufenen Jahr 2003 nach vorläufigen Zahlen den Gewinn nach Steuern auf 1,37 (i.V. 0,4) Mrd. Euro deutlich erhöht. Der Hauptversammlung am 2. Juni werde daher eine auf 1,50 (1,30) Euro erhöhte Dividende vorgeschlagen, kündigte der Vorstandsvorsitzende des Instituts, Dr. Josef Ackermann, an.

Das Ergebnis vor Steuern fiel im Geschäftsjahr 2003 mit 2,76 (3,55) Mrd. Euro zwar geringer als im Vorjahr aus. Verantwortlich dafür seien in 2002 realisierte Erträge aus Gewinnbeteiligungen sowie aus dem Verkauf von Geschäftsfeldern, ließ die Deutsche Bank wissen. Bereinigt um solche Effekte ergäbe sich für 2003 ein Ergebnis vor Steuern von 3,58 Mrd. Euro, verglichen mit 1,36 Mrd. Euro für 2002. Belastungen resultierten in der Berichtszeit den Angaben zufolge aus dem hohen Euro-Kurs, der die in US-Dollar generierten Erträge schmälerte. Deutlich wird dies beim Blick auf die gesamten operativen Erträge, die im reinen Periodenvergleich um 20% auf 21,27 (26,55) Mrd. Euro abrutschten, bereinigt um Effekte aus den Verkäufen von Unternehmensteilen und andere Buchungsposten nurmehr um 4% bei 21,89 (22,76) Mrd. Euro lagen und ohne Wechselkurseinfluss sogar ein Plus von 9% aufwiesen, so wird erklärt.

Corporate und Investmentbanking als größtes Standbein

Das Gros der Erträge wurde auch in 2003 aus dem Blickwinkel der Segmente im Bereich Corporate und Investmentbanking (CIB) erzielt. Hier wurden die Erträge um 3% auf 14,18 (13,78) Mrd. Euro gesteigert. Triebfeder dafür waren das Emissionsgeschäft und der Bereich Sales & Trading, die 1,04 (0,76) Mrd. Euro bzw. 9,16 (8,04) Mrd. Euro dazu beisteuerten. Die Erträge im Kreditgeschäft mit Firmenkunden schrumpften dagegen deutlich auf 1,47 (2,13) Mrd. Euro. Auf das zum Verkauf stehende Transaction Banking entfielen Erträge von 2,47 (2,61) Mrd. Euro.

Im Bereich Private Clients and Asset Management (PCAM), zu deutsch Privatkunden und Vermögensverwaltung, gingen die Gesamterträge um 14% auf 8,23 (9,52) Mrd. Euro zurück. Verantwortlich dafür war die Einheit Private & Business Clients, deren Beitrag sich auf 4,39 (5,77) Mrd. Euro ermäßigte und den geringen Zugewinn im Asset und Wealth Management auf 3,84 (3,75) Mrd. Euro zunichte machte.

Aus dem Blickwinkel der Ertragsart blieb der Provisionsüberschuss mit 9,33 (10,83) Mrd. Euro dominierend. Zweitgrößter Posten war das Handelsergebnis, das auf 5,45 (4,02) Mrd. zulegte. Mit den in der Position "Wertpapieren available for sale" gehaltenen Beteiligungen wurden aufgrund der Aktivitäten in 2002 in der Berichtszeit nurmehr 0,02 (3,52) Mrd. Euro erwirtschaftet. Der Zinsüberschuss sank ebenfalls kräftig, und zwar um 19% auf 5,85 (7,19) Mrd. Euro. Parallel dazu wurde die Risikovorsorge auf 1,11 (2,09) Mrd. Euro halbiert, sodass sich ein Zinsüberschuss nach Risikovorsorge von 4,73 (5,10) Mrd. Euro ergibt. Insgesamt war das Kreditportfolio 2003 um 14% auf 148 Mrd. Euro gestrafft worden, teilte die Bank in diesem Kontext mit. Etwa 57% davon entfalle auf Deutschland.

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