Archiv-News 09.03.2001
Update Brokervergleich: pulsiv.com steigt auf Platz zwei
Anfang März wurde der gelon-Brokervergleich einer umfangreichen Renovierung unterzogen. Markante Veränderungen fanden bei der Gewichtung der jeweiligen Einflussgrößen in den Rubriken "Zinsen" und "Gesamtwertung" statt. War die Note "Zinsen" bisher zu 75% von den Guthabenzinsen und zu 25% von den Zinsen für den Wertpapierkredit geprägt, so fließt der Guthabenzins nun mit 90% und der Wertpapierkredit mit 10% ein. Die Wertigkeit der drei Hauptkategorien wurde ebenfalls geändert. Bisher bestimmten die "Zinsen" 20%, die "Gebühren" 50% und die "Extras" 30% der Gesamtnote. Die Redaktion von gelon.de hat in den letzten Wochen und Monaten - auch durch Anregungen und Kommentare unserer Leser - festgestellt, dass bei der Wahl des Depotanbieters die Angebotspalette eine stärkere Rolle spielt, als bisher berücksichtigt wurde. Somit verlor die Kategorie Gebühren an Gewicht.
Zudem regten die Leser von gelon.de die Erweiterung der Kategorie "Extras" um die Gebühren für Änderungen bzw. Nichtausführungen von Kurslimiten sowie die Handhabung von Teilausführungen an. In diesen nicht so sehr im Vordergrund stehenden Attributen der Broker ist denn auch die Spanne zwischen gutem und weniger gutem Anbieter groß. So berechnet beispielsweise die 1822direkt 10 DM für eine nicht ausgeführte Limitorder. Bei anderen Broker muss dafür nichts bezahlt werden. Darüber hinaus hat die gelon.de-Redaktion die WAP-Angebote der Broker unter die Lupe genommen und die Ergebnisse sowohl bei den "Extras" des Brokervergleiches als auch in einem eigenständigen WAP-Test gegenübergestellt. Unter dem Strich steuern von nun an die Rubriken "Extras" und "Gebühren" jeweils 40% zur Gesamtnote bei, 20% die "Zinsen".
Diese Neugewichtung hatte freilich Auswirkungen auf die Plazierungen. pulsiv.com konnten sich dadurch äußerst knapp vor comdirect auf den zweiten Platz vorschieben. 1822direkt, eQ Online, wallstreet:online trading und SEBdirect verbesserten ebenfalls ihren Rang. Abwärts ging es dagegen für ConSors, easytrade und die Citibank.
Zu guter letzt wurde das Gebührenmodell von eQ Online aktualisiert. Der finnische Broker hat seinen Leistungsangebot erweitert. Das PREMIUM-Paket lohnt sich angesichts der jährlichen Grundgebühr von 610,22 DM ohnehin nur für besonders aktive Anleger. Positiv fiel auf, dass Kunden von eQ Online ihre Kosten für das jeweilige Paket - es gibt auch noch ein Standardpaket für rund 47 DM jährlich - verringern können. Wer besonders viel handelt und 200 Euro Transaktionsgebühren im Halbjahr überschreitet, erhält im nächsten Halbjahr das Paket zum halben Preis, bei mehr als 800 Euro Transaktionsspesen sogar gratis. – gra/wag
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