Archiv-News 03.02.2004
UmweltBank wächst mit grünen Projekten
Die UmweltBank AG generiert im doppelten Sinn nachhaltiges Wachstum. Die ökologisch orientierte Nürnberger Direktbank hat in ihrem siebten Geschäftsjahr ihren Umsatz mehr als verdoppelt und auch beim Neukundengeschäft Rekorde erzielt. Leitziel bei allen finanzierten Projekte ist die Umweltverträglichkeit.
"Steigende Kundenzahlen, ein gesundes Wachstum und ein verdoppelter Gewinn machen die UmweltBank zum Marktführer für ethisch-ökologische Geldanlagen", so der Vorstandsvorsitzende der "grünen Bank", Horst Popp. Das auf vorläufiger Basis ermittelte Bruttoergebnis (EBIT) nach Risikovorsorge habe um satte 117% auf 3,1 Mill. Euro im vergangenen Jahr gesteigert werden können. Die Bilanzsumme sei dabei um 20% auf 486 (404) Mill. Euro gewachsen, teilte die UmweltBank mit.
Gewachsen waren 2003 unter anderem die Spareinlagen und das Tagesgeld, die addiert um 17% auf 309 Mill. Euro zunahmen. Zweites Standbein war die Vermögensberatung mit der Vermittlung geschlossener Fonds im Bereich Wind und Immobilien einerseits sowie vermittelte Immobilien und die Depotverwaltung von grünen Aktien und ökologischen Investmentfonds andererseits. Die Gesamtsumme habe sich hier auf 166,3 Mill. Euro belaufen. Insgesamt erzielte das Kredithaus nach Popps Worten das beste Bruttoergebnis seit seiner Gründung 1997.
Bundesweit zählt die Bank 36.000 Kunden. Allein im vergangenen Jahr konnten 5.000 Neukunden geworben werden. Aktuell werden 3.000 ökologische Projekte finanziell begleitet; allein 2003 kamen 700 neue Kreditprojekte hinzu. Die Geschäftsidee der ökologischen Nachhaltigkeit falle auf fruchtbaren Boden, sei die Kreditvergabe doch um 39% von 248 Mill. Euro auf 344 Mill. Euro angewachsen, hieß es weiter. Insgesamt verwaltete die Bank zum Ultimo 2003 rund 433 Mill. Euro an Vermögen. An der Spitze der geförderten Projekte liegen den Angaben nach ökologische Wohnimmobilien mit einem Anteil von 33%, gefolgt von Windkraftprojekten (27%) und der Solarenergie (15%).
Mit einer hohen Eigenkapitalausstattung von 30 Mill. Euro stehe das Kreditinstitut nach eigenem Dafürhalten auf sicheren Beinen. Dennoch soll erneut die Ausgabe eines Genußscheines erfolgen, um mit dem aktuellen Kreditwachstum mithalten zu können, wie es Popp formulierte. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte die Umweltbank mit der Ausgabe von 4,7 Mill. Euro erfolgreich ihr Eigenkapital aufgestockt.
Die Nürnberger Bank beschäftigt derzeit 112 Mitarbeiter. Hinter ihr stehen etwa 5.000 Kleinaktionäre und Gesellschafter. Die Aktien der UmweltBank sind seit 2001 im Freiverkehr der Deutschen Börse notiert. - cs
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