Archiv-News 25.01.2001
UmweltBank plant Börsengang
Die UmweltBank konnte im Geschäftsjahr 2000 das Ergebnis vor Steuern um 35% auf 3,5 Mill. DM (i.V. 2,6 Mill. DM) steigern. Damit knüpft das Unternehmen an die Erfolge der Vorjahre an. Wie aus den auf der Messe "Grünes Geld“ präsentierten vorläufigen Geschäftszahlen für 2000 weiter hervorgeht, wuchs das Geschäftsvolumen von 376 Mio. DM auf 466 Mio. DM. Die Bilanzsumme per 31.12.2000 lag bei 415 Mio. DM (330 Mill. DM).
Die Zahl der neuen Kunden belief sich den Angaben zufolge auf 5.000. Damit hatte das Institut zum Jahresende insgesamt 24.000 Kunden, heißt es. Diese legten im vergangenen Jahr insgesamt 125 Mio. DM in Form von Aktien, Fonds, Beteiligungen und Spareinlagen bei der Bank an, heißt es weiter.
Maßgeblichen Anteil am Erfolg der UmweltBank hätte die Platzierung steuersparender Beteiligungen gehabt: Im November 2000 hat die UmweltBank ihren nach eigenen Angaben bisher größten Windpark placiert: Rakow - Gardelegen der Plambeck Neue Energien AG mit einem Investitionsvolumen von 60 Mio. DM. Auch die Emission "grüner Aktien" hätte wesentlich zum positiven Ergebnis beigetragen. Mit der Umweltkontor Renewable Energy AG habe die UmweltBank im Jahr 2000 bereits zum zweiten Mal ein Unternehmen als Konsortialbank an den Neuen Markt begleitet. Umweltkontor habe sich mit einem Zuwachs von über 400 Prozent im Vergleich zum Emissionspreis zu einer der erfolgreichsten Neuemissionen des Börsenjahres 2000 entwickelt.
Mitte 2001 wolle die UmweltBank nun selbst an die Börse gehen. Details werde das Unternehmen auf einer Pressekonferenz Ende März bekannt geben. "Wir sind reif für die Börse. Die UmweltBank erwirtschaftet seit ihrem Start 1997 wachsende Gewinne und hat vier ertragreiche Geschäftsjahre aufzuweisen", zieht UmweltBank-Vorstand Horst P. Popp Bilanz. "Unser Konzept funktioniert. Wir bieten mit Erfolg ökologische Geldanlagen mit guter Rendite an und finanzieren damit ausschließlich umweltfreundliche Projekte zu Vorzugskonditionen." Derzeit finanziere die Bank bundesweit rund 1.300 Umweltprojekte. Die Kreditzusagen seien von 202 Mio. DM auf 263 Mio. DM gestiegen. Mit Hilfe eines speziell entwickelten Ratingverfahrens stelle die UmweltBank seit ihrer Gründung 1997 sicher, dass die ökonomische und ökologische Seite eines jeden Kredites stimme. Die Schwerpunkte der Kreditfinanzierung hätten 2000 im Bereich der ökologischen Wohnimmobilien und der Energiegewinnung aus Wind, Wasser und Sonne gelegen. In Zukunft wolle die UmweltBank verstärkt in Energieprojekte in der Landwirtschaft investieren, zum Beispiel in Biogasanlagen. - wag
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