Archiv-News 21.06.2005
Zum Standard geworden
Umfrage: Deutsche sind überzeugt vom Onlinebanking
Einer aktuellen Umfrage zufolge kann sich nur ein Prozent der Befragten vorstellen, künftig auf das Onlinebanking zu verzichten. Beratungsintensive Produkte werden jedoch nach wie vor meistens vor Ort verkauft.
Die deutschen Internetnutzer vertrauen dem Internetbanking zusehends: Rund 86 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage von Steria Mummert Consulting und Inworks äußerten Vertrauen oder sogar hohes Vertrauen in den virtuellen Bankschalter. Mehr als vier von fünf Umfrageteilnehmern füllen ihre Überweisungsträger bereits heute zu Hause am Computer aus. Berücksichtigt werden muss bei den Ergebnissen allerdings, dass die Umfrage unter Internetnutzern durchgeführt wurde.
Für die Banken hat sich das Web neben der Filiale mittlerweile als zweiter Vertriebskanal bei Privatkunden etabliert. 95 Prozent der befragten Bankentscheider nutzen derzeit ihre Niederlassungen, um die Produkte zu vertreiben. 86 Prozent verkaufen über das Web. Mit weiteren Investitionen in den Online-Vertriebskanal wollen die Finanzinstitute langfristig Geld sparen. Denn Standardgeschäfte der Banken wie Überweisungen oder Daueraufträge sollen mehr und mehr ins Internet verlegt werden.
Die Bankentscheider treffen damit den Nerv der Kunden: Nur ein Prozent der befragten Internetnutzer kann sich vorstellen, in Zukunft auf das Onlinebanking zu verzichten. Trotzdem bleibt die Filiale wichtigster Vertriebsweg, wenn es um beratungsintensive Produkte geht. Das persönliche Gespräch mit dem Kundenberater eröffnet den Geldhäusern bessere Möglichkeiten, dem Kunden Angebote zu unterbreiten und ihn für Cross- oder Up-Selling zu gewinnen.
Bei der Umfrage von Mummert und Inworks wurden 719 Personen zu ihrem Vertrauen in das Onlinebanking und zu den bevorzugten Onlinebanking-Verfahren befragt. Weitere Fakten entstammen der Studie "Branchenkompass Kreditinstitute", einer Entscheiderbefragung von 100 Topentscheidern deutscher Geldhäuser.
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