Archiv-News 21.02.2001

SEB wächst in Europa und verbessert Ergebnis

Der schwedische Finanzdienstleistungskonzern SEB hat ein profitables und durch europäische Expansion geprägtes Geschäftsjahr 2000 abgeschlossen. Wie Lars Thunell, Präsident und CEO der SEB, auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Stockholm bekanntgab, konnte das operative Ergebnis kräftig um 72% auf 1,05 Mrd. Euro (i.V. 609 Mill. Euro) gesteigert werden. Der Nettogewinn vor Steuern und Gewinnanteilen Dritter habe 1,2 Mrd. Euro (+34%) erreicht. Hierzu beigetragen haben vor allem der um 66% auf 1,65 Mrd. Euro gestiegene Provisionsüberschuss sowie die deutliche Zunahme der Nettoerträge aus Finanzgeschäften um 75% auf 423 Mill. Euro, heißt es. Der Gewinn je Aktie legte nach eigenen Angaben um 35% auf 1,12 Euro (0,83 Euro) zu. Die SEB-Gruppe weise zum Jahresende eine Eigenkapitalrendite von 16,9% (14,6%) aus.

Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) stieg auf 108 Mrd. Euro (83,5 Mrd. Euro), heißt es weiter. Zu der Steigerung habe mit 13 Mrd. Euro die Erstkonsolidierung der BfG-Gruppe beigetragen. Die Expansion der Gruppe führte im abgelaufenen Geschäftsjahr neben dem Erwerb der BfG Bank zur Übernahme der Aktienmehrheiten dreier baltischer Banken sowie dem Erwerb eines Anteils an der polnischen Bank Ochrony Srodowiska, so die SEB. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs hierdurch von 13.000 auf 21.500.

Der Ausbau des e-Banking gehörte auch in 2000 zu den Kernaktivitäten der SEB-Gruppe. Die Zahl der e-Banking Kunden stieg kräftig von 390.000 auf 800.000, so die Angaben. Den größten Beitrag zu diesem Anstieg hätten die Länder außerhalb Schwedens geliefert. Der Vorstand schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Erhöhung der Dividende auf 0,48 Euro (0,42 Euro) vor. - wag

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