Archiv-News 14.03.2003

Rentabilitätslage der Sparkassen entspannt sich

Die Sparkassen haben im Durchschnitt ihren Jahresüberschuss mit 0,21% der durchschnittlichen Bilanzsumme (dBS) im Jahr 2002 konstant halten können. Dies geht aus der zur Wochenmitte vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. (DSGV) präsentierten Jahresbilanz hervor.

Wie schon bei den Genossenschaftsbanken, entwickelte sich auch bei den Sparkassen der Zinsüberschuss positiv - er legte auf 2,31 (i.V. 2,22)% der dBS. Damit habe sich der seit 1994 negative Trend umgekehrt, wird hervorgehoben. Ungemach bescherte 2002 die Risikovorsorge, die in Bezug auf die Kreditforderungen auf 0,46% der dBS anstieg und damit weit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre von 0,34% lag. Der Provisionsüberschuss blieb innerhalb der Organisation mit 0,49 (0,51)% der dBS leicht hinter dem Vorjahr zurück.

Fortschritte erzielten die Sparkassen hinsichtlich des Verwaltungsaufwandes, der auf 1,88 (1,91)% der dBS gesenkt werden konnte. Dazu trug der Personalaufwand (1,13% nach 1,14%) etwas weniger bei als der Sachaufwand (0,75% nach 0,77%). Die Sachaufwendungen lagen damit wieder auf dem Stand von 1992, hieß es. Die Eigenkapitalrentabilität der im DSGV organisierten Institute lag den Angaben zufolge mit rund 9% etwa auf Vorjahresniveau. Das Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 66,5 (69,6)%.

Der addierten Bilanzsumme ist nach der Mitteilung des DSGV in 2002 um 12,4 Mrd. Euro bzw. 1,3 % auf 997,9 Mrd. Euro gestiegen. Dabei erhöhten sich die Kundeneinlagen um 10,2 Mrd. Euro oder 1,5 % auf 675 Mrd. Euro. Analog zum genossenschaftlichen Lager waren auch hier besonders die liquiden Anlageformen und verzinsliche Sichteinlagen gefragt. Das Kreditvolumen habe um 10,7 Mrd. Euro bzw. 1,8% auf 605 Mill. Euro zugelegt. Ende 2002 wurden 519 Sparkassen gezählt, 18 weniger als Ende 2001. - gra

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