Archiv-News 23.01.2001
Privater Aktienhandel kostet Unternehmen Milliarden
Das wachsende Interesse der Deutschen an Börsengeschäften kommt die deutsche Wirtschaft teuer zu stehen: Der Arbeitsausfall durch den täglichen Kurs-Check sowie die Aktienorders der Mitarbeiter kosteten die Unternehmen im vergangenen Jahr rund zehn Milliarden DM. Das ergab eine Umfrage des Wirtschaftsmagazins "BIZZ", die vom Starnberger Software-Hersteller Business Gateway unter rund 1.300 Beschäftigten durchgeführt wurde.
Mehr als jeder vierte Mitarbeiter mit Internet-Anschluss am Arbeitsplatz besitze Aktien und greife, um sich über das Börsengeschehen zu informieren, durchschnittlich 5,8-mal pro Woche auf das Web zu. Jeder Zugriff dauert im Schnitt 11,4 Minuten, in denen der Mitarbeiter nicht für sein Unternehmen zur Verfügung steht, heißt es. Auf das Jahr umgerechnet entsteht den Firmen dadurch ein Arbeitsausfall von rund 204 Mill. Stunden, heißt es weiter. Laut "BIZZ" müssen Beschäftigte mit Abmahnung und im Wiederholungsfall mit Kündigung rechnen, wenn sie am Arbeitsplatz bei privatem Surfen erwischt werden. - wag
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