Archiv-News 10.02.2004

Prepaid-Handy am Geldautomat aufladen

Die Volks- und Raiffeisenbanken im Rheinland und Westfalen ermöglichen ihren Kunden seit neustem das Aufladen ihrer T-Mobile Prepaid-Handys an ihren 3.093 Geldautomaten. Der neue Service "Cash & Go" soll der Anfang des Ausbaus der Geldautomat zum Multifunktionsgerät "Power-Tower" sein, so die für die IT-Lösung zuständige GAD eG.

Im Einzugsgebiet Rheinland und Westfalen können von dem neuen Service nach Angaben von T-Mobile rund 2,5 Mill. Prepaid-Handy-Nutzer profitieren, die ihre XtraCard nun an den neuen Automaten der Banken des rheinisch-westfälischen Genossenschaftsverbandes aufladen können. Sie müssen dazu jedoch Kunde einer dortigen Volks- und Raiffeisenbank sein und eine Bankkarte besitzen. Die GAD eG, die für die technische Umsetzung des Services verantwortlich zeichnet, hat derzeit insgesamt 6.000 Automaten in ihrem Geschäftsgebiet in ganz Nord- und Ostdeutschland mit der neuen Funktion ausgestattet. Anvisiert ist eine bundesweite und flächendeckende Ausweitung des Angebotes auf insgesamt 17.000 Geräte bei Volks- und Raiffeisenbanken und in einem zweiten Schritt auch auf die rund 23.000 Sparkassenautomaten.

Die neue Funktion sei einfach zu bedienen, wird betont. Der Handy-Kunde stecke wie gewohnt seine Bankkarte in einen Geldautomaten, der die zusätzliche Funktion unterstützt. Dies ist an einem "Cash & Go"-Zeichen erkennbar. Im Menü müsse der Bankkunde dann die neue Funktion "Aufladen der Prepaid-Karte" auswählen. Hierauf wird er gebeten zwei Mal seine Handynummer sowie den Geldbetrag einzugeben. Es können 15, 30 oder 50 Euro aufgeladen werden, die sofort dem Xtra-Konto gutgeschrieben werden und daher augenblicklich zum Telefonieren verfügbar sind. Die Abbuchung vom Konto wird per Kontoauszug bestätigt. Mit dieser Lösung seien die Volks- und Raiffeisenbanken zum Technologieführer im Bereich Geldautomat avanciert, ließen die Volks- und Raiffeisenbanken im Rheinland und Westfalen auf einer Pressekonferenz wissen.

Dieser neue Service, so erhofft sich T-Mobile, sei eine große Erleichterung für ihre insgesamt 12,5 Mill. Prepaid-Kunden in ganz Deutschland, die so nicht mehr auf Tabakläden oder Tankstellen angewiesen seien, wenn sie ihre Karte aufladen müssen. Die rund um die Uhr bereitstehenden Automaten seien ein Zugewinn an Flexibilität, hieß es aus Bonn. Unter der Federführung der GAD wird eine Ausweitung des Services der Bankautomaten auf Dienstleistungen außerhalb des Bankgeschäftes angestrebt. Der nächste Schritt sei zunächst die Verfügbarkeit der Handy-Aufladefunktion beim Online-Banking der Institute. GAD ist derzeit zudem mit Vodaphone, O2-Germany und E-Plus in Verhandlung über deren Anbindung an "Cash & Go". Ihre Einbeziehung in den Service plant GAD bis Mitte 2004.

Insgesamt gewinnen die Geldautomaten immer mehr Funktionen. So hat die Dresdner Bank bereits vergangenes Jahr damit angefangen, ihre 1.300 Automaten mit der zusätzlichen Funktion des Geldeinzahlens ausgerüstet. Neben dem Plus an Service werden somit auch Fahrten von Geldtransportern überflüssig, denn da das Geld auf Fälschungen hin überprüfbar ist, können die so eingezahlten Scheine direkt wieder über den Automaten ausgegeben werden. - cs

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