Archiv-News 24.01.2003

paybox mottet das Privatkundengeschäft ein

Die paybox.net AG, Anbieter der gleichnamigen mobilen Zahlungsmethode, zieht sich aus dem Geschäft mit Privatkunden zurück. Es werde sich nun auf das profitable B2B-Geschäft mit regionalen Payment-Prozessoren, Telekommunikationsunter-
nehmen und Banken fokussiert, berichtete das Unternehmen am Donnerstag.

Wie mitgeteilt wurde, unterbreche die paybox deutschland AG "vorläufig ihren mobilen Zahlungsservice". Bereits initiierte Zahlungen blieben davon unberührt und auch sämtliche ausstehenden Zahlungstransaktionen würden ordnungsgemäß abgewickelt. Als Begründung für den Rückzug nannte das Unternehmen die sehr langsame Entwicklung des m-payment-Marktes. Es sei nicht gelungen, die kritische Masse aktiver Nutzer zu erreichen. Hinderlich wirkte zudem das anhaltend schlechte Investitionsklima. Den paybox-Schlüsselbranchen Banken und Telekommunikation mangele es an Kooperationsbereitschaft, wurde erklärt. Ferner ging die Rückendeckung des bisher größten Gesellschafters, der Deutschen Bank, verloren. Das Geldhaus gab Ende 2002 ihre Anteile an das paybox-Management zurück. Allein in Österreich werde das paybox-Verfahren den Privatkunden weiter zur Verfügung stehen.

Nun soll eine komplette Restrukturierung des Unternehmens eine rasche Wiederaufnahme des paybox-Dienstes auf dem deutschen Markt ermöglichen. Der B2B-Vertrieb von paybox-Technologie soll durch die Neugründung paybox solutions AG intensiviert werden. Die Gesellschaft soll sich als Lösungsanbieter und Dienstleister für Zahlungsvarianten und weitere m-commerce-Dienste im Auftrag anderer Unternehmen etablieren. Dazu stünden sämtliche Marken- und Lizenzrechte sowie das Patent uneingeschränkt zur Verfügung, hieß es. Verhandlungen mit Interessenten, die paybox-Anwendungen schnell einer großen bestehenden Kundenbasis anbieten könnten, würden bereits geführt. - gra

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