Archiv-News 11.02.2003
Nur wenig Riester-Sparer investieren in Investmentfonds
Zum 31. Dezember 2002 meldet der Bundesverband Investment und Asset Management e.V. (BVI) knapp 220.000 abgeschlossene Riester-Fondsverträge. Laut BVI ist dieses für die Branche unbefriedigende Ergebnis auf die negative Kapitalmarktentwicklung und die Komplexität der Verträge zurückzuführen.
Aus diesem Grund müsse das Förderverfahren vereinfacht und die zahlreichen Regeln und Bedingungen auf wesentliche Kernelemente zurückgeführt werden, fordert der BVI. Wünschenswert sei der Übergang zu festen Einzahlungsbeträgen nach Wahl des Anlegers anstatt einkommensabhängiger und damit schwankender Beiträge und Zulagen. Dadurch könne beim Sparer eine wesentlich höhere Akzeptanz in Bezug auf das notwendige Altersvorsoge-Sparen erreicht werden, heißt es.
Das Vermögensbildungsgesetz ermögliche einer breiten Arbeitnehmerschicht die Beteiligung am Produktivkapital. Folglich lehne der BVI die von der Regierung geplante Besteuerung von Veräußerungsgewinnen bei Fondsanlagen kategorisch ab, heißt es weiter. Im Interesse der 5,6 Millionen VL-Sparer setze sich der Verband dafür ein, das Ablaufergebnis steuerfrei zu belassen. Ansonsten werde dem Anleger das, was er durch die Arbeitnehmer-Sparzulage gewinne, durch die Besteuerung von Veräußerungsgewinnen wieder weggenommen, teilte der BVI mit.
Insgesamt habe sich die Zahl der Fonds-Sparpläne mit vermögenswirksamen Leistungen (VL) in den vergangenen 10 Jahren von 1,8 Millionen auf 5,6 Millionen mehr als verdreifacht. Die von deutschen Investment-Gesellschaften verwalteten VL-Depots erreichten bis zum Jahresultimo 2002 einen Gesamtwert von 4,3 Mrd. Euro, berichtet der BVI. - bli
Quelle: BVI
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