Archiv-News 08.01.2004

Nostalgie beim D-Mark-Umtausch

Auch zwei Jahre nach der offiziellen Einführung des Euro halten die Deutschen noch immer an ihrer geliebten D-Mark fest. Wie ein Sprecher der Bundesbank gegenüber Gelon.de mitteilte, schlummmern noch D-Mark-Münzen und -Scheine im Wert von rund 8 Mrd. Euro in deutschen Geldbörsen. Deren Umtausch ist auf unbefristete Zeit bei den rund 90 Filialen der Bundesbank möglich.

Allerdings rechnet die Deutsche Bundesbank damit, dass längst nicht der Gesamtbetrag der Altbestände umgetauscht werden wird. Bisher seien etwa 95% aller D-Mark-Scheine in Euro getauscht worden. Die ausstehenden 5% haben einen Wert von insgesamt 4,3 Mrd. Euro. Bei den Münzen ist die Umtauschquote sogar noch geringer: Nur etwa 50 bis 55% aller D-Mark-Münzen wurde bisher gegen Euro eingetauscht. Der Gegenwert des noch nicht getauschten DM-Hartgeldes beläuft sich auf 3,8 Mrd. Euro.

Die Deutsche Bundesbank erklärt dieses Phänomen damit, dass so manche Note oder Münze einfach verloren oder in Vergessenheit geraten ist oder besonders auch Münzen in Sammleralben gelandet seien. Manche ältere D-Mark-Scheine seien mittlerweile begehrte Sammlerobjekte. Gut erhaltene Exemplare können im Fachhandel oder auf Auktionen hohe Preise erzielen.

Wer seine D-Mark-Altbestände in Euro wandeln möchte kann das in Deutschland bei den etwa 90 Bundesbank-Filialen tun. Bis zum 31.12.2003 war es zudem auch möglich, ausländische Währungen der Euro-Zone - zumindest was die Noten angelangte - gegen eine Gebühr hier zu tauschen. Seit dem neuen Jahr ist die Frist hierfür abgelaufen. Wer noch Drachmen oder Lire besitzt, der kann diese nur noch bei den nationalen Zentralbanken gegen Euro einlösen. Dies sollte zumindest bei den Noten problemlos noch einige Jahren funktionieren, so ein Sprecher der Deutschen Bundesbank abschließend. Bei den Münzen haben jedoch Belgien, Frankreich und Griechenland Fristen von zwei bis drei Jahren gesetzt. - cs

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