Archiv-News 21.02.2001

Kostendisziplin beschert HypoVereinsbank gutes Ergebnis

Die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG hat am Mittwoch gute Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2000 vorgelegt. Danach konnte die HVB Gruppe ihren Jahresüberschuss, inklusive 1/12 der Bank Austria, auf 1,18 Mrd. Euro steigern. Das entspricht einer Steigerung um rund 169% gegenüber dem Vorjahr. Getragen wird dieser Aufschwung einerseits von deutlichen Zuwächsen bei den Erträgen: Der Provisionsüberschuss nahm um 29% auf 2,42 Mrd. Euro zu, der Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorge stieg um 51% auf 3,96 Mrd. Die Vorsorge für Kreditrisiken konnte deutlich zurückgefahren werden, hieß es aus München. Sie liegt mit 1,19 Mrd. Euro um 52% unter dem Vorjahresniveau.

Andererseits zeigte die "Bank der Regionen" eiserne Kostendisziplin. So stieg der Verwaltungsaufwand trotz der Erstkonsolidierung der Bank Austria nur um 6,8% auf 4,88 Mrd. Euro. Ohne Berücksichtigung der Bank Austria habe dieser Aufwandsposten sogar nur um 2,8% zugenommen. Dementsprechend konnte das Cost-Income-Ratio auf 59,7 % gedrückt werden (1999: 61,6 %). Die Eigenkapitalrentabilität nach Steuern und vor Goodwill-Abschreibungen stellt sich auf 9,2 % (1999: 3,6 %) und befinde sich damit klar auf Kurs. Die interne Zielmarke liegt dem Vernehmen nach bei 15%.

Das Handelsergebnis der HypoVereinsbank wuchs gegenüber 1999 um 36,7 % auf 548 Mill. Euro. Insgesamt erzielt die Bank nach eigenen Angaben operative Erträge in Höhe von 8,18 Mrd. Euro (+10,3 %). Die Bilanzsumme der HVB Group belief sich einschließlich der Bank Austria auf 717 Mrd. Euro (+ 42 %). - gra

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