Archiv-News 17.01.2003
Kartenchip soll elektronisches Bezahlen voranbringen
Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) erwartet in den nächsten zwei Jahren eine deutliche Zunahme bei den electronic cash-Terminals. Ausgehend von derzeit 444.000 Akzeptanzstellen sollen es Ende 2004 rund 50% mehr sein.
Als Motor dieser Entwicklung sieht der DSGV die neue Bezahlmethode electronic cash offline. Diese nehme beim Zahlungsvorgang nur zehn Sekunden in Anspruch, wogegen die beiden etablierten Varianten electronic cash und elektronische Lastschrift derzeit rund 30 Sekunden benötigten. Den Geschwindigkeitsvorteil realisiert electronic cash offline über den Chip auf der Karte, der den Angaben nach unter anderem allen SparkassenCard integriert sei. Dieser enthält spezifische Kundendaten, die das Terminal des Händlers direkt und schnell ausliest. Eine lange Datenfernübertragung via Telefonverbindung entfällt somit. Angenehmer Nebeneffekt dieses Verfahrens sind geringere Kosten für den Händler. Denn die Telefonverbindung kostet nicht nur Zeit sondern auch Geld.
Überdies habe Deutschland einen grundsätzlichen Nachholebedarf bei Akzeptanzstellen für elektronisches Bezahlen, meint der DGSV. Unter Berücksichtigung aller elektronischen Bezahlverfahren entfallen nach seiner Kenntnis in Deutschland auf eine Million Einwohner 7.196 Terminals. In Großbritannien seien es 12.317 Geräte und in Frankreich 13.884. - gra
Frau Mustermann wird künftig wegen des Chips auf ihrer Karte weniger Zeit an der Kasse verbringen, schätzt der DSGV.
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