Archiv-News 26.02.2001

JP Morgan Chase & Co. will neue Zielmärkte erschließen

Die US-Großbank Chase Manhattan und das amerikanische Investmenthaus JP Morgan haben ihre Fusion abgeschlossen. Der Name der neu entstandenen Holding mit Sitz in den USA laut JP Morgan Chase & Co. Wie aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgeht, zählt JP Morgan Chase & Co. mit 32 Millionen Privatkunden in den USA und 5.000 institutionellen Kunden rund um den Globus und einem Gesamtanlagevolumen von über 705 Mrd. US-Dollar zu den führenden Finanzdienstleistern weltweit. JP Morgan Chase & Co. beschäftigt über 90.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern, heißt es.

Der Zusammenschluss der beiden renommierten Unternehmen biete erhebliche Synergie-Effekte. In der Vermögensverwaltung würden künftig die Aktivitäten der Töchter JP Morgan International Investment und Chase Fleming unter dem gemeinsamen Label JP Morgan Fleming Asset Management gebündelt. Insgesamt verwalte das neue Unternehmen Kundengelder von über 530 Mrd. US-Dollar und ist damit der zweitgrößte aktive Asset Manager weltweit, so die Angaben. Die bestehenden Produktlinien beider Häuser blieben von der Fusion unberührt. Die ohnehin sehr breite Fondspalette von Chase Fleming werde durch die Fixed-Income-Produkte von JP Morgan abgerundet. Um die Abwicklung zu erleichtern, soll aber Mitte des Jahres eine einheitliche Plattform für die gesamte Fondspalette der beiden Sicavs geschaffen werden.

Eine tragende Rolle in der Erschließung des deutschen Marktes spiele für JP Morgan Fleming weiterhin der klassische Vertrieb. Neben dem deutschen Fondsmarkt und den bereits eroberten westeuropäischen Märkten habe JP Morgan Fleming auch neue Zielmärkte wie Griechenland, die Tschechischen Republik, Ungarn und die Türkei im Visier. In Deutschland arbeiten den Angaben zufolge insgesamt 70 Mitarbeiter für JP Morgan Fleming Asset Management, davon gehören 50 zum institutionellen Bereich (KAG), die restlichen 20 betreuen das Publikumsfondsgeschäft. - wag

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