Archiv-News 06.01.2004
IWF: Fusionen beste Arznei gegen Schwäche deutscher Banken
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat in einer vom Bundesverband deutscher Banken (BdB) Ende 2003 veröffentlichten Studie dem deutschen Finanzsektor Zähigkeit und Resistenz im Rahmen bescheinigt. Doch auch wenn die Branche gegenüber externen Schocks widerstandsfähig sei, so seien die deutschen Kreditinstitute besonders aufgrund ihrer konjunkturellen Ertragsminderung angreifbar und eine Strukturreform unabdingbar.
Im Frühjahr 2003 hatte der IWF im Rahmen einer Analyse bei den deutschen Kreditinstituten einen sogenannten "Stresstest" durchgeführt. In dessen Verlauf wurden sowohl die Auswirkung von Finanzmarktpreisen, wie Zinsen, Wechsel- und Aktienkurse simuliert als auch deren Auswirkung auf die Eigenkapitalrendite und -ausstattung getestet. Das Ergebnis der Untersuchung war zufriedenstellend: Lediglich kleinere Banken könnten im Hinblick auf ihre Eigenkapitalquote unter die wichtige 8%-Marke rutschen. Die Großen zeigten sich zäh und hätten zum Teil schon notwendige Umstrukturierungsprozesse in Gang gesetzt, so die Untersuchung.
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